Kategorie: Künstler

  • Wann wird ein Kunstwerk zum Meisterwerk?

    Wann wird ein Kunstwerk zum Meisterwerk?

    Monet, Warhol, Picasso, Hodler, Taeuber-Arp oder Tinguely: Das Kunsthaus Zürich versammelt in seiner Ausstellung «Ikonen» Werke, die längst als Meisterwerke gelten. Doch wer entscheidet eigentlich darüber? Und was geschieht, wenn man Vertrautes aus seinem gewohnten Zusammenhang löst?

    Die Frage, wann ein Kunstwerk zum Meisterwerk wird, stand auch bei der Eröffnung von «Ikonen. Ausgewählte Werke der Sammlung» im Raum. Der Begriff «Meisterwerk» fiel an diesem Abend mehr als einmal – und tatsächlich verfügt das Kunsthaus Zürich über zahlreiche Arbeiten, die längst Teil unseres kollektiven Bildgedächtnisses geworden sind.

    Claude Monets Wasserlilien, Andy Warhols «Big Torn Campbell’s Soup Can», Franz Gertschs «Franz und Luciano» oder Werke von Pablo Picasso, Ferdinand Hodler und Sophie Taeuber-Arp: Manche davon kennt man, bevor man ihnen überhaupt im Original begegnet ist.

    Doch was macht ihren besonderen Status aus? Künstlerische Qualität, kunsthistorische Bedeutung, Bekanntheit – oder vielleicht auch die Art, wie wir ihnen begegnen?

    Ikonen – wenn Bekanntes plötzlich anders aussieht

    Für die Ausstellung wurden bekannte Werke aus ihren gewohnten Zusammenhängen gelöst und neu miteinander in Beziehung gesetzt. Das klingt zunächst nach einer einfachen kuratorischen Entscheidung. Tatsächlich verändert es den Blick erstaunlich stark.

    Auf rund 800 Quadratmetern im Chipperfield-Bau begegnen sich Werke, die zwischen 1622 und 1998 entstanden sind. Mal folgt die Präsentation einer zeitlichen Linie, mal setzt sie bewusst auf epochenübergreifende Dialoge.

    Claude Monet trifft auf Ferdinand Hodler, Paul Gauguin und Pierre Bonnard. Jean Tinguelys monumentale Maschinenskulptur begegnet einem Gemälde von H. R. Giger. Pablo Picassos «Grand Nu» wird Heidi Buchers «Das Bett» gegenübergestellt.

    Gerade solche Konstellationen machen den Reiz der von Maja Wismer, Leiterin Sammlung & Forschung am Kunsthaus Zürich, kuratierten Ausstellung aus. Nicht das einzelne Werk verändert sich – sein Umfeld tut es. Und damit verändert sich auch unsere Wahrnehmung.

    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung

    Wer entscheidet, was bedeutend ist?

    Damit berührt «Ikonen» eine weitere interessante Frage: Wer bestimmt eigentlich, welche Werke besondere Bedeutung erlangen?

    Kunstgeschichte, Museen und Sammlungen prägen unseren Blick darauf, was als bedeutend gilt. Doch Bedeutung entsteht ebenso auf einer persönlichen Ebene. Für «Ikonen» haben deshalb bekannte und weniger bekannte Zürcherinnen und Zürcher einzelne Werke aus der Sammlung ausgewählt und erzählen in begleitenden Texten, warum gerade diese Arbeiten für sie besonders sind.

    Das öffnet den Blick über die kunsthistorische Einordnung hinaus. Denn man kann erklären, weshalb ein Werk für die Kunstgeschichte von Bedeutung ist. Welche Wirkung es auf den einzelnen Menschen entfaltet, lässt sich dagegen kaum festlegen.

    Vielleicht ist es genau diese Spannung zwischen allgemein anerkannter Bedeutung und persönlicher Wahrnehmung, die eine Sammlung immer wieder neu interessant macht.

    Ein Kunsthaus für alle?

    Bemerkenswert war in diesem Zusammenhang auch die Eröffnung der Ausstellung am 10. September. Zunächst gehörte der Abend den Mitgliedern des Kunsthauses und ihren Gästen. Ab 20 Uhr öffneten sich die Türen dann unter dem Titel «Eröffnung für alle» kostenlos für die Öffentlichkeit. Die Plätze waren begrenzt, ein Gratis-Ticket beziehungsweise eine vorherige Registrierung war erforderlich.

    Um 20.30 Uhr begrüssten Kunsthaus-Direktorin Ann Demeester, Kuratorin Maja Wismer und weitere Gäste das Publikum im Festsaal des Chipperfield-Baus. Anschliessend blieb bis 22 Uhr Zeit, die Ausstellung selbst zu entdecken, miteinander ins Gespräch zu kommen und den Abend bei einem Glas Wein ausklingen zu lassen.

    Das mag zunächst nur ein Detail im Veranstaltungsprogramm sein. Gleichzeitig steht eine solche Öffnung für einen Gedanken, der weit über diesen Abend hinausgeht: Ein Museum bewahrt und präsentiert nicht nur Kunst. Es kann auch ein Ort der Begegnung sein – und Menschen dazu einladen, sich unabhängig von ihrem Vorwissen mit Kunst auseinanderzusetzen.

    Gerade bei einer Ausstellung, die sich mit herausragenden Werken einer bedeutenden Sammlung beschäftigt, bekommt dieser Aspekt eine zusätzliche Qualität. Denn die Frage, was als Meisterwerk gilt, gehört nicht nur in die Kunstgeschichte. Sie lässt sich auch vor dem Original immer wieder neu stellen.

    Ein neuer Blick auf Bekanntes

    Vielleicht liegt eine der Stärken von «Ikonen» genau darin: Die Ausstellung zeigt bekannte Werke, verändert ihre Nachbarschaften und damit auch unseren Blick auf sie. Sie lässt Raum für kunsthistorische Einordnung ebenso wie für ganz persönliche Begegnungen.

    Und so bleibt am Ende jene Frage offen, die bereits am Anfang stand:

    Wann wird ein Kunstwerk zum Meisterwerk?

    Vielleicht muss eine gute Ausstellung darauf gar keine Antwort geben.

    Manchmal genügt es, die Frage neu zu stellen.

    «Ikonen. Ausgewählte Werke der Sammlung»
    Kunsthaus Zürich, Chipperfield-Bau
    11. September 2026 bis 10. Januar 2027

    Website Kunsthaus Zürich

    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung: Direktorin Ann Demeester
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung
    Vernissage Kunsthaus « IKONEN » Ausgewählte Werke der Sammlung

    Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.

  • Wo beginnt eigentlich eine Kunstsammlung?

    Wo beginnt eigentlich eine Kunstsammlung?

    Die Kunstwelt spricht viel über Sammler, Preise und Märkte. Vielleicht sollten wir häufiger über den Moment sprechen, der viel früher kommt: die erste wirkliche Begegnung mit Kunst. Denn die Sammler von morgen wissen heute möglicherweise noch gar nicht, dass sie einmal welche sein werden.

    Bevor aus Interesse eine Sammlung wird

    Wer sich regelmässig mit Kunst beschäftigt, bewegt sich irgendwann ganz selbstverständlich in ihrer Welt. Man besucht Ausstellungen und Vernissagen, kennt Galerien, entdeckt Künstlerinnen und Künstler, entwickelt Vorlieben und beginnt, Unterschiede wahrzunehmen.

    Doch kaum jemand beginnt so.

    Am Anfang steht meistens keine Strategie und schon gar nicht der Entschluss: Ich werde Kunstsammler.

    Am Anfang steht eine Begegnung.

    Ein Werk irritiert. Es fasziniert. Man bleibt länger davor stehen als geplant. Vielleicht weiss man noch nicht einmal genau, warum. Aber etwas ist passiert.

    Genau dieser Moment könnte für die Zukunft des Kunstmarktes wesentlich wichtiger sein, als es zunächst scheint.

    Kunst muss dorthin, wo die Menschen sind

    Museen und Galerien sind unverzichtbare Orte der Kunst. Sie schaffen Kontext, ermöglichen Auseinandersetzung und geben Künstlerinnen und Künstlern den Raum, den ihre Arbeiten benötigen.

    Aber erreichen sie damit automatisch auch jene Menschen, die sich bislang kaum mit Kunst beschäftigen?

    Vielleicht muss Kunst deshalb gelegentlich ihre angestammten Räume verlassen.

    Sie kann uns am Arbeitsplatz begegnen, in einem Hotel, einem Restaurant, einer aussergewöhnlichen Immobilie oder im öffentlichen Raum. Vielleicht sehen wir ein Werk sogar zunächst nur zufällig – weil Kunst gar nicht der Grund war, weshalb wir diesen Ort betreten haben.

    Gerade darin liegt eine grosse Chance.

    Denn die Schwelle ist plötzlich verschwunden. Niemand muss sich vorher entscheiden, eine Galerie zu betreten oder eine Ausstellung zu besuchen. Die Begegnung findet einfach statt.

    Aus Sehen kann Interesse werden

    Kunst braucht nicht zwangsläufig Vorwissen. Sie braucht zunächst Aufmerksamkeit.

    Wer vor einem Werk stehen bleibt, beginnt vielleicht nachzufragen. Wer nachfragt, möchte möglicherweise mehr über die Künstlerin oder den Künstler erfahren. Aus einer zufälligen Begegnung wird Interesse, aus Interesse Beschäftigung – und irgendwann vielleicht der Wunsch, mit einem Werk zu leben.

    Eine Sammlung kann genau so beginnen.

    Nicht mit einem grossen Namen. Nicht mit einer Auktion. Nicht mit der Frage nach Wertsteigerung.

    Sondern mit einem einzigen Werk, das jemanden nicht mehr loslässt.

    Genau hier setzt Artcircle an

    Als wir Artcircle gegründet haben, stand deshalb nicht der Kunstmarkt im Mittelpunkt, sondern die Begeisterung für Kunst.

    Artcircle soll Künstlerinnen und Künstler sichtbar machen, auf Ausstellungen aufmerksam machen und Menschen neugierig machen. Nicht nur jene, die sich längst in der Kunstwelt bewegen, sondern möglichst auch diejenigen, die gerade erst beginnen, sie für sich zu entdecken.

    Inzwischen gehen wir einen Schritt weiter.

    Mit eigenen Ausstellungsprojekten bringen wir Kunst bewusst in Räume ausserhalb des klassischen Galeriekontexts. Die Ausstellung „Faces in Spaces“ mit Arbeiten von Tina Behnstedt im Spaces am Bleicherweg in Zürich ist dafür ein aktuelles Beispiel.

    Menschen arbeiten dort, führen Gespräche, treffen Kunden oder kommen zu Meetings – und begegnen dabei zeitgenössischer Kunst. Einige vielleicht ganz bewusst. Andere vollkommen unerwartet.

    Genau diese zweite Gruppe ist besonders spannend.

    Vielleicht braucht der Kunstmarkt weniger Schwellen

    Wenn wir darüber nachdenken, wie sich der Kunstmarkt entwickeln kann, sollten wir deshalb nicht ausschliesslich fragen, wie wir bestehende Sammler erreichen.

    Wir könnten eine andere Frage stellen:

    Wie erreichen wir Menschen, die heute noch gar nicht auf die Idee kommen würden, sich selbst als Kunstinteressierte oder gar als Sammler zu bezeichnen?

    Die Antwort darauf liegt möglicherweise nicht in einem neuen Verkaufsformat.

    Vielleicht beginnt sie viel früher: mit mehr Sichtbarkeit, weniger Schwellen und überraschenden Begegnungen.

    Denn bevor Menschen Kunst sammeln können, müssen sie eines tun:

    Sie müssen sich für Kunst begeistern.

    Wo beginnt eigentlich eine Kunstsammlung?
    Wo beginnt eigentlich eine Kunstsammlung?
    Wo beginnt eigentlich eine Kunstsammlung?
    Wo beginnt eigentlich eine Kunstsammlung?
    Wo beginnt eigentlich eine Kunstsammlung?
    Wo beginnt eigentlich eine Kunstsammlung?
  • Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld

    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld

    Ein ehemaliges Büro im Zürcher Seefeld, ein Fotograf mit jahrzehntelanger New-York-Geschichte und Arbeiten, die Fotografie, Malerei, Glamour und Irritation miteinander verbinden. Die Artist Residency von Rafael Fuchs zeigt, warum sich der zweite Blick lohnt.

    Der zweite Blick lohnt sich

    Manchmal beginnt eine interessante Kunsterfahrung dort, wo man sie nicht unbedingt erwartet. An der Seefeldstrasse 147 in Zürich ist für einige Wochen eine Pop-up-Galerie entstanden. Kein White Cube, keine spektakuläre Architektur, sondern ehemalige Büroräume eines Copyshops. Auf den ersten Blick wirkt die Präsentation entsprechend zurückhaltend.

    Doch dann beginnt man zu schauen.

    Und ziemlich schnell wird deutlich, dass hier ein Künstler zu entdecken ist, dessen Biografie und Werk weit über diesen temporären Zürcher Ausstellungsort hinausreichen: Rafael Fuchs, Fotograf und Künstler aus New York.

    Von Tel Aviv über Manhattan nach Brooklyn

    Rafael Fuchs wurde in Tel Aviv geboren, studierte Fotografie an der Bezalel Academy in Jerusalem und machte später New York zu seinem Lebensmittelpunkt. Dort arbeitete er über viele Jahre erfolgreich als Fotograf für Fashion-, Lifestyle- und Editorial-Magazine und porträtierte zahlreiche Persönlichkeiten.

    Diese Erfahrung ist seinen freien Arbeiten anzusehen. Fuchs kennt die Mechanismen inszenierter Bilder. Er weiss, wie Glamour entsteht, wie Menschen vor der Kamera zu Figuren werden und wie Fotografie unsere Wahrnehmung von Schönheit, Status und Persönlichkeit beeinflusst.

    Doch als Künstler belässt er es nicht bei der perfekten Aufnahme.

    Wenn Bilder ihre Eindeutigkeit verlieren

    Besonders interessant wird das Werk von Rafael Fuchs dort, wo unterschiedliche Bildwelten aufeinandertreffen. Fotografie verbindet sich mit malerischen Eingriffen, Motive werden überlagert oder in neue Zusammenhänge gestellt.

    Was zunächst vertraut erscheint, beginnt zu irritieren.

    Besonders eindrücklich zeigte sich das in Zürich in einer Serie mit Motiven aus St. Moritz. Man sieht jene Welt, die untrennbar mit dem Ort verbunden scheint: luxuriöse Hotels, gesellschaftliche Ereignisse, elegante Besucher eines Poloturniers. Bilder einer Welt, die sich ihrer eigenen Inszenierung durchaus bewusst ist.

    Doch Fuchs konfrontiert diese Fotografien mit erotischen Aufnahmen nackter oder leicht bekleideter Frauen in offensiven Posen.

    Luxus trifft auf Körperlichkeit, gesellschaftliche Inszenierung auf Intimität, Hochglanz auf Provokation. Gerade aus dieser Reibung entsteht eine Spannung, die den Bildern ihre vermeintliche Eindeutigkeit nimmt. Man kann sie schön finden, irritierend, provokant oder widersprüchlich – gleichgültig lassen sie einen kaum.

    Vielleicht erklärt das auch die vielen Gespräche an diesem Abend. Die Ausstellung war gut besucht, doch wichtiger als die Zahl der Gäste war die spürbare Neugier: Vor den Arbeiten wurde stehen geblieben, diskutiert und immer wieder genauer hingesehen.

    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld




    Fotografie trifft Malerei

    Auch formal verweigert sich Fuchs einer klaren Grenze zwischen den Disziplinen. Fotografie ist bei ihm nicht zwangsläufig das fertige Bild, sondern häufig dessen Ausgangspunkt.

    Malerische Elemente, Überzeichnungen, Farbflächen und weitere Eingriffe verändern das fotografische Material. Realität und Interpretation liegen plötzlich übereinander.

    Gerade darin liegt ein besonderer Reiz seiner Arbeiten. Wer Fuchs ausschliesslich als Fotografen betrachtet, greift zu kurz. Seine Bilder bewegen sich zwischen Fotografie, Malerei und Collage und nutzen die unterschiedlichen Medien, um neue Ebenen zu öffnen.

    Und dann geht es eine Treppe hinunter

    Der vielleicht spannendste Teil des Abends befand sich allerdings nicht in den eigentlichen Ausstellungsräumen.

    Im Keller hat Rafael Fuchs während seiner Zürcher Artist Residency ein temporäres Atelier eingerichtet. Und plötzlich verändert sich die Perspektive vollkommen.

    Hier begegnet man nicht mehr nur fertigen Arbeiten an der Wand, sondern ihrem Entstehungsprozess. Materialien, Farben, Fotografien, Arbeitsflächen und Spuren des künstlerischen Prozesses schaffen eine Atmosphäre, die sich kaum inszenieren lässt.

    Es ist ein Atelier auf Zeit – und gerade deshalb wirkt es erstaunlich authentisch.

    Wer hier hinuntergeht, bekommt etwas zu sehen, das Ausstellungen normalerweise verbergen: den Raum zwischen Idee und fertigem Werk.

    Vielleicht ist genau das die besondere Qualität dieser Artist Residency. Rafael Fuchs wird in Zürich nicht nur ausgestellt. Für einige Wochen arbeitet er hier, spricht über seine Kunst und ermöglicht Begegnungen, die über die klassische Betrachtung von Bildern hinausgehen.

    Drei Wochen, drei Perspektiven

    Das Programm der Seefeld Gallery ist in drei Themenwochen gegliedert. Die erste widmet sich Rafael Fuchs und seinem Weg als Fotograf und Künstler von Tel Aviv über Manhattan bis nach Brooklyn.

    In der zweiten Woche steht die Hauri Collection im Mittelpunkt – eine Sammlung, die zwischen Montreal, New York, St. Petersburg und Zürich entstanden ist. Gemeinsam mit Dr. Luca Gurtner werden Einblicke in ihre Entstehung gegeben.

    Die dritte Woche richtet den Blick schliesslich auf New York: SoHo, Chelsea, Lower East Side, Brooklyn und Tribeca – erzählt aus der Perspektive eines Künstlers, für den die Stadt über Jahrzehnte Lebens- und Arbeitsraum geworden ist.

    Die einzelnen Veranstaltungen verbinden Ausstellung, Gespräch und Apéro und schaffen damit bewusst einen persönlichen Rahmen.

    Eine seltene Gelegenheit in Zürich

    Vielleicht braucht diese Ausstellung gerade keinen perfekten White Cube.

    Denn nach einiger Zeit tritt der Raum ohnehin in den Hintergrund. Was bleibt, sind die Bilder, die Gespräche und die ungewöhnliche Möglichkeit, einem international erfahrenen Künstler nicht nur über seine fertigen Werke, sondern auch über seinen Arbeitsprozess zu begegnen.

    Rafael Fuchs bringt ein Stück New Yorker Fotografie- und Kunstgeschichte ins Zürcher Seefeld – für wenige Wochen und in einem Rahmen, der näher am Künstler ist, als es viele klassische Ausstellungen ermöglichen.

    Und manchmal zeigt sich Qualität eben erst auf den zweiten Blick.

    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld
    Rafael Fuchs in Zürich: New Yorker Fotokunst im Seefeld

    Rafael Fuchs – Artist Residency

    Seefeld Gallery
    Seefeldstrasse 147
    8008 Zürich

    Die Residency umfasst drei Themenwochen mit Veranstaltungen jeweils mittwochs und donnerstags ab 18 Uhr sowie sonntags ab 13 Uhr. Die Teilnehmerzahl ist limitiert; eine Anmeldung ist erforderlich.

    Weitere Informationen und Termine: Seefeld Gallery

    Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.

  • Valentin Rilliet: Look at You – Galerie Peter Kilchmann Zürich

    Valentin Rilliet: Look at You – Galerie Peter Kilchmann Zürich

    Zwischen magischem Realismus, Erinnerung und Spiritualität: Valentin Rilliets Ausstellung Look at You entfaltet in den aussergewöhnlichen Räumen der Galerie Peter Kilchmann in Zürich-West eine faszinierende eigene Welt.

    Wenn Bilder ihre eigenen Welten erschaffen

    Manche Ausstellungen beginnen nicht erst mit dem ersten Bild. Sie beginnen mit dem Raum.

    Wer die Galerie Peter Kilchmann an der Zahnradstrasse 21 in Zürich-West betritt, erlebt Dimensionen, die man eher mit einem Museum als mit einer Galerie verbindet. Grosszügigkeit, Höhe und Weite schaffen eine beinahe institutionelle Atmosphäre – und gleichzeitig jene Ruhe und Distanz, die Kunst braucht, um ihre Wirkung entfalten zu können.

    Für die Ausstellung Look at You von Valentin Rilliet erweisen sich diese Räume als aussergewöhnlich passender Rahmen. Denn auch Rilliets Malerei verlangt nach Raum: physisch ebenso wie gedanklich.

    Zwischen Wirklichkeit und Vorstellung

    Valentin Rilliet erzählt Geschichten – aber er erzählt sie nicht zu Ende.

    Geisterhafte Gestalten, Puppen, fragmentierte Körper und rätselhafte Figuren bevölkern seine Bilder. Vertrautes trifft auf Unwirkliches, Realität auf Imagination. Mit Look at You setzt sich der 1996 in Genf geborene und heute in Zürich lebende Künstler mit Leben und Tod, Spiritualität und Transzendenz auseinander.

    Dabei bewegt er sich zunehmend in einem magischen Realismus, in dem die Grenzen zwischen alltäglicher und übernatürlicher Welt durchlässig werden.

    Das Faszinierende daran ist die Offenheit seiner Bilder. Rilliet erklärt nicht. Er lässt Gesichter hinter Händen oder Haaren verschwinden, unterbricht vermeintliche Erzählungen und schafft Leerstellen. Man sieht genug, um einer Geschichte folgen zu wollen – aber nie genug, um sich ihrer sicher sein zu können.

    Vielleicht liegt gerade darin die besondere Spannung dieser Arbeiten.

    Bilder mit Erinnerung

    Rilliets Bildwelten entstehen nicht im kunsthistorischen Vakuum. Ihre Referenzen reichen weit zurück und gleichzeitig quer durch unterschiedliche Kulturen: von chinesischen Comics und Pamphleten des 20. Jahrhunderts über Theater und Folklore bis zur europäischen Kunstgeschichte.

    Besonders deutlich wird dies in Painting of a Dream. Die Landschaft ist von chinesischen Lian-Huan-Hua-Comics inspiriert, während die zentrale Figur auf Ferdinand Hodlers The Dream of the Shepherd von 1896 zurückgeht.

    Rilliet übernimmt diese Quellen jedoch nicht einfach. Er löst sie aus ihren ursprünglichen Zusammenhängen und fügt sie zu einer neuen visuellen Wirklichkeit zusammen. Erinnerung, Kunstgeschichte, persönliche Erfahrung und Fantasie überlagern sich.

    Das Ergebnis sind Bilder, die seltsam vertraut erscheinen und sich gleichzeitig einer eindeutigen Einordnung entziehen.

    Eine Prozession ins Ungewisse

    Besonders eindrucksvoll zeigt sich diese erzählerische Offenheit in Low tide (Procession), dem mit 200 × 259 Zentimetern monumentalsten Werk der Ausstellung.

    Transzendente Wesen ziehen durch eine Landschaft, Spuren markieren ihren Weg. Doch die vermeintlich bedeutungsvolle Prozession wird ausgerechnet durch etwas höchst Irdisches gestört: Krabben im Vordergrund ziehen die Aufmerksamkeit der Figuren auf sich.

    Das Erhabene und das Banale begegnen sich. Vielleicht sogar das Spirituelle und das Komische.

    Genau solche Verschiebungen machen Rilliets Arbeiten interessant. Seine Bilder besitzen zwar eine starke narrative Qualität, verweigern aber die eindeutige Geschichte. Statt Antworten entstehen Möglichkeiten.

    Kunst braucht Raum

    Und dann sind da noch die Räume selbst.

    Peter Kilchmann hat an der Zahnradstrasse einen Ort geschaffen, der für eine kommerzielle Galerie aussergewöhnlich ist. Die Dimensionen, die grossen Wandflächen und die industrielle Architektur erinnern eher an Ausstellungshallen eines Museums.

    Das ist weit mehr als eine Frage der Repräsentation. Es zeigt einen hohen Anspruch an die Präsentation von Kunst.

    Gerade bei Look at You wird deutlich, was gute Ausstellungsarchitektur leisten kann. Die Werke bekommen Abstand zueinander, können einzeln wirken und treten dennoch miteinander in Beziehung. Grossformatige Arbeiten müssen sich nicht gegen ihre Umgebung behaupten, kleinere Arbeiten gehen darin trotzdem nicht verloren.

    Der Raum drängt sich nicht vor die Kunst. Er gibt ihr Präsenz.

    Vielleicht ist das die eigentliche Qualität dieser Galerie: Kunst nicht einfach auszustellen, sondern Bedingungen zu schaffen, unter denen sie ihre Wirkung vollständig entfalten kann.

    Look at You – und zurück

    Der Titel der Ausstellung lässt sich dabei fast als Aufforderung verstehen: Look at You.

    Denn so rätselhaft Rilliets Figuren erscheinen, so sehr werfen seine Bilder den Blick zurück auf den Betrachter. Was sehen wir in einer Szene, deren Geschichte wir nicht kennen? Welche Zusammenhänge stellen wir selbst her? Wo endet das, was der Künstler vorgibt – und wo beginnt unsere eigene Vorstellung?

    Valentin Rilliet lässt diese Fragen offen.

    Und genau deshalb bleiben seine Bilder im Kopf

    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet - Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet – Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet - Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet – Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet - Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet – Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet - Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet – Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet - Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet – Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet - Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet – Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet - Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet – Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet - Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet – Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet - Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet – Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet - Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet – Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet - Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet – Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet - Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet – Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet - Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet – Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet - Look at You
    Vernissage Ausstellung Peter Kilchmann Valentin Rilliet – Look at You

    Valentin Rilliet – Look at You
    5. September bis 17. Oktober 2026
    Galerie Peter Kilchmann
    Zahnradstrasse 21
    8005 Zürich

    Website Galerie Peter Kilchmann

    Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.

  • Deimantas Narkevičius – Imprints bei Pascal Robert Gallery

    Deimantas Narkevičius – Imprints bei Pascal Robert Gallery

    Mit «Imprints» zeigt die Pascal Robert Gallery in Zürich eine Ausstellung über Erinnerung, Geschichte und die Macht der Bilder. Anspruchsvoll, vielschichtig – und von einer Präsenz, die weit über einen klassischen Galerieabend hinausreicht.

    Wenn Geschichte ihre Spuren hinterlässt

    «Imprints» von Deimantas Narkevičius bei Pascal Robert Gallery

    Manche Ausstellungen erschliessen sich auf den ersten Blick. Andere beginnen genau dort, wo der erste Blick nicht ausreicht. «Imprints» von Deimantas Narkevičius gehört eindeutig zur zweiten Kategorie.

    Pascal Robert hat in seiner Galerie an der Zürcher Rämistrasse eine ungewöhnlich konzentrierte Ausstellung geschaffen. Eine Präsentation, die weniger auf den schnellen visuellen Effekt setzt als auf das Nachdenken über Bilder, Erinnerung und Geschichte. Der Abend der Vernissage am 3. September hatte dadurch stellenweise fast musealen Charakter – und eine Atmosphäre, die bemerkenswert gut zu den Arbeiten des litauischen Künstlers passte.

    Die Vergangenheit ist nicht vorbei

    Deimantas Narkevičius, 1964 in Utena geboren und heute in Vilnius lebend, gehört seit den 1990er-Jahren zu den wichtigen Stimmen der europäischen Gegenwartskunst. Im Zentrum seiner Arbeit steht immer wieder die Frage, wie Geschichte entsteht – und vor allem, wie sie erinnert, dargestellt und weitergegeben wird.

    Das ist gerade vor dem Hintergrund seiner Herkunft von besonderer Bedeutung. Der Zerfall der Sowjetunion, politische Umbrüche, wechselnde gesellschaftliche Systeme und die Frage nach einer post-sowjetischen Identität bilden einen Resonanzraum seiner Arbeit. Doch Narkevičius dokumentiert Geschichte nicht einfach. Er untersucht ihre Bilder.

    Was bleibt von einem Ereignis? Was geschieht, wenn Bilder aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang gelöst werden? Und wie zuverlässig ist eigentlich das, was wir für kollektive Erinnerung halten?

    Zwischen Dokument und Illusion

    Fotografie und Film gelten gemeinhin als Medien, die Wirklichkeit festhalten. Bei Narkevičius wird genau diese vermeintliche Sicherheit fragwürdig.

    Ein besonders prägnantes Beispiel dafür ist sein Film «Once in the XX Century» von 2004. Historisches Filmmaterial vom Sturz eines Lenin-Denkmals wird rückwärts abgespielt. Aus der Demontage wird plötzlich eine Errichtung, aus dem Ende eines politischen Symbols dessen scheinbare Wiederauferstehung.

    Eine einfache filmische Umkehrung verändert die Bedeutung eines historischen Dokuments vollständig.

    Genau darin liegt eine der Qualitäten von Narkevičius: Seine Arbeiten erklären nicht, was wir denken sollen. Sie bringen vielmehr Gewissheiten ins Wanken.

    Steine, Bilder und die Magie des Archivs

    In der neuen Fotoserie «Blessed and Deuced» richtet Narkevičius seinen Blick auf alte heilige Steine in der litauischen Landschaft. Eng angeschnitten und von oben fotografiert, verlieren sie beinahe ihren Charakter als Landschaftsobjekte. Oberfläche, Moos, Gestein und fotografisches Korn beginnen sich miteinander zu verbinden.

    Die Fotografie wird dabei mehr als Dokumentation. Sie übersetzt etwas Physisches in ein Bild – und bewahrt gleichzeitig etwas von der symbolischen, beinahe spirituellen Bedeutung dieser Steine.

    Auch «The Dud Effect» bewegt sich zwischen historischer Realität und Konstruktion. Archivmaterial, Architektur, Inszenierung und Spezialeffekte verbinden sich zu einem vermeintlich historischen Ereignis: dem Start einer sowjetischen Atomrakete. Nur hat dieser Start nie stattgefunden.

    Die Grenze zwischen Dokument und Fiktion wird unscharf. Und plötzlich stellt sich eine sehr gegenwärtige Frage: Wie viel Wahrheit steckt eigentlich in einem überzeugenden Bild?

    Eine Ausstellung, die Zeit verlangt

    «Imprints» ist keine Ausstellung für den schnellen Rundgang. Die Arbeiten verlangen Aufmerksamkeit, Hintergrundwissen und die Bereitschaft, sich auf Zusammenhänge einzulassen.

    Gerade das empfand ich an diesem Abend als besondere Qualität.

    Die Galerie wurde nicht lediglich zum Raum, in dem Kunst präsentiert wird. Sie wurde zum Ort der Auseinandersetzung. Die ungewöhnlich konzentrierte Präsentation, die Filme, Fotografien und historischen Bezüge erzeugten eine Atmosphäre, wie man sie eher aus institutionellen Ausstellungen kennt.

    Auch das Publikum spiegelte diesen Anspruch wider. Es war spürbar, dass dieser Abend weit über einen gesellschaftlichen Vernissagentermin hinaus Interesse geweckt hatte – auch bei Persönlichkeiten, die sich professionell und institutionell mit Kunst beschäftigen.

    Wenn der Künstler Teil der Ausstellung wird

    Besonders wertvoll war deshalb die Anwesenheit von Deimantas Narkevičius selbst.

    Denn bei einem Werk, das so stark von historischen Zusammenhängen, Perspektivwechseln und konzeptuellen Überlegungen lebt, verändert das persönliche Gespräch den Zugang zur Kunst. Narkevičius begegnete den Besucherinnen und Besuchern ausgesprochen offen, freundlich und unprätentiös. Immer wieder entstanden Gespräche vor den Arbeiten, Fragen wurden gestellt, Gedanken weitergeführt.

    Für einen Moment verschwand damit auch die klassische Distanz zwischen Künstler, Werk und Publikum.

    Vielleicht ist genau das eine der schönsten Möglichkeiten einer Vernissage: Kunst nicht nur zu betrachten, sondern unmittelbar mit dem Menschen ins Gespräch zu kommen, der sie geschaffen hat.

    Bilder erinnern anders als wir

    Der Titel «Imprints» lässt sich als Abdruck, Spur oder Prägung lesen. Und tatsächlich zieht sich die Idee der Spur durch die Ausstellung: Spuren politischer Systeme, Spuren in Landschaften, Spuren persönlicher und kollektiver Erinnerung – und nicht zuletzt die Spuren, die Bilder selbst in unserem Verständnis von Vergangenheit hinterlassen.

    Narkevičius zeigt Geschichte nicht als abgeschlossenen Zustand. Bei ihm bleibt sie beweglich. Sie kann neu montiert, rückwärts abgespielt, rekonstruiert oder aus einer anderen Perspektive betrachtet werden.

    Vielleicht liegt darin die Aktualität dieser Ausstellung.

    In einer Gegenwart, in der Bilder schneller denn je entstehen, verbreitet und manipuliert werden können, wird die Frage danach, wie Bilder Wirklichkeit erzeugen, noch dringlicher.

    «Imprints» liefert darauf keine einfachen Antworten. Dafür stellt die Ausstellung die besseren Fragen.

    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery
    Vernissage Einzelausstellung von Deimantas Narkevičius Pascal Robert Gallery

    Deimantas Narkevičius – «Imprints»
    Pascal Robert Gallery
    Rämistrasse 5, Zürich
    3. September – 17. Oktober 2026

    Website Pascal Robert Gallery

    Rämistrasse Gallery Night: 17. September 2026, 18:00–20:00 Uhr

    Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.

  • YELLOW – wenn eine Farbe den Raum übernimmt

    YELLOW – wenn eine Farbe den Raum übernimmt

    Lea Bischofberger Gallery versammelt in der Gruppenausstellung YELLOW sieben künstlerische Positionen rund um eine einzige Farbe. Ein überraschend vielschichtiges Konzept – und eine Inszenierung, die zeigt, wie sehr auch der Raum unsere Wahrnehmung von Kunst verändert.

    Ein Montagabend in Gelb

    Montagabend ist nicht unbedingt der klassische Termin für eine Vernissage. Vielleicht war gerade das ein guter Grund, die neue Ausstellung der Lea Bischofberger Gallery an diesem Abend zu eröffnen. Denn YELLOW war ausgesprochen gut besucht – von einem interessierten und interessanten Publikum, das sich sichtbar Zeit für die Werke und für Gespräche nahm.

    Im Mittelpunkt des Abends stand eine Farbe, die wir alle zu kennen glauben: Gelb.

    Die Gruppenausstellung vereint Arbeiten von Geraldina Bassani Antivari, Kate Daudy, Tilly Joos, Emma Larsson, Sarah Richani, Amanda Sandberg und Anna Skladmann. Malerei, Fotografie und Mixed Media treffen dabei aufeinander – verbunden nicht durch ein gemeinsames Thema oder eine Erzählung, sondern durch eine Farbe.

    Und genau darin liegt der Reiz.

    Eine Farbe, sieben Perspektiven

    Gelb kann leuchten, wärmen und Energie ausstrahlen. Es kann an Sonne, Spätsommer oder Licht erinnern. Gleichzeitig kann dieselbe Farbe irritieren, warnen oder beinahe künstlich wirken. Kaum eine Farbe scheint sich so selbstverständlich zwischen positiven und ambivalenten Assoziationen zu bewegen.

    YELLOW versucht nicht, diese Gegensätze aufzulösen. Im Gegenteil: Die Ausstellung lässt sie nebeneinander bestehen.

    In manchen Arbeiten tritt Gelb selbstbewusst in den Vordergrund, in anderen ist es eher eine atmosphärische Präsenz. Mal bestimmt es die Komposition, mal scheint es nur aufzuleuchten. Dadurch wird beim Rundgang schnell deutlich, wie erstaunlich unterschiedlich eine einzige Farbe wahrgenommen und künstlerisch interpretiert werden kann.

    Das verbindende Element schafft keine Gleichförmigkeit. Es macht vielmehr die Unterschiede sichtbar.

    Rosa statt White Cube

    Bemerkenswert ist aber nicht nur die Auswahl der Werke. Lea Bischofberger zeigt einmal mehr, dass eine Ausstellung nicht an der Kante des Bilderrahmens endet.

    Während sich viele Galerien nach wie vor auf das vermeintlich neutrale Weiss des klassischen White Cube verlassen, geht sie einen anderen Weg. Für YELLOW wurden die Wände der Galerie in einem zurückhaltenden Rosaton gestrichen.

    Gelb vor Rosa – das klingt zunächst fast gewagt.

    Im Raum funktioniert es erstaunlich selbstverständlich.

    Der warme Hintergrund nimmt den Werken nichts von ihrer Eigenständigkeit, sondern verleiht ihnen eine ungewöhnliche Präsenz. Farben reagieren aufeinander, Kontraste verändern sich, einzelne Arbeiten scheinen sich stärker vom Raum zu lösen, andere treten mit ihm regelrecht in einen Dialog.

    Die Wand wird damit nicht zur Kulisse, sondern zum Bestandteil der Inszenierung.

    Präsentation aus Überzeugung

    Gerade dieser Umgang mit dem Raum macht den Besuch interessant. Denn Kunst wird nie vollkommen neutral betrachtet. Licht, Architektur, Abstand – und eben auch die Farbe einer Wand – beeinflussen, wie wir ein Werk wahrnehmen.

    Bei YELLOW wird daraus kein aufdringliches Ausstellungskonzept. Die Inszenierung bleibt hinter den Arbeiten zurück und verändert dennoch subtil ihre Wirkung.

    Vielleicht ist das eine der Qualitäten dieser Ausstellung: Sie nimmt eine denkbar einfache Idee – eine Farbe – und zeigt, wie viele Möglichkeiten darin stecken.

    Sieben künstlerische Positionen. Unterschiedliche Medien und Handschriften. Gelb als einziger gemeinsamer Nenner.

    Und am Ende verlässt man die Galerie mit dem Eindruck, diese vermeintlich so vertraute Farbe ein wenig anders gesehen zu haben.

    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich
    Vernissage YELLOW Lea Bischofberger Gallery Zürich

    LEA BISCHOFBERGER GALLERY

    Rämistrasse 23
    8001 Zürich
    Schweiz

    +41 79 824 55 55

    Website

    Lea Bischofberger Gallery Ausstellung YELLOW – wenn eine Farbe den Raum übernimmt

    Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.

  • Andy Denzler: Wenn die Renaissance in der Gegenwart ankommt

    Andy Denzler: Wenn die Renaissance in der Gegenwart ankommt

    Mit „Renaissance Paintings Reloaded“ zeigt die Galerie Peter Kilchmann in Zürich neue Arbeiten von Andy Denzler. Historische Bildwelten treffen auf eine unverwechselbar zeitgenössische Malerei – und auf einen Künstler, dessen eigene Handschrift stärker denn je erscheint.

    Alte Meister, neue Bilder

    Was geschieht, wenn Bilder der Renaissance nicht als abgeschlossene Kunstgeschichte betrachtet werden, sondern als Material für etwas Neues?

    Andy Denzler gibt darauf in seiner aktuellen Ausstellung „Renaissance Paintings Reloaded“ eine ebenso kraftvolle wie eigenständige Antwort. Für seine neuesten Arbeiten greift der Schweizer Künstler auf Bildmotive bedeutender Renaissancekünstler wie Tizian und Tintoretto zurück. Ihn interessieren dabei insbesondere Bewegung, Licht und Dramatik – Qualitäten, die er aus ihrem historischen Kontext löst und in seine eigene malerische Sprache überführt. 

    Dabei geht es nicht um Neuinterpretationen im Sinne moderner Kopien. Die historischen Vorbilder bilden vielmehr einen Ausgangspunkt. Denzler zerlegt, überlagert und verfremdet sie, bis etwas entsteht, das eindeutig in der Gegenwart verankert ist.

    Zwischen Präzision und Auflösung

    Charakteristisch ist Denzlers Technik der horizontalen Verwischung. Pastose Farbschichten, fliessende Pinselbewegungen und bewusst gesetzte Verzerrungen lassen Figuren und Räume gleichzeitig präsent und flüchtig erscheinen. Konturen lösen sich auf, Körper werden fragmentiert, einzelne Partien treten mit grosser malerischer Intensität hervor. 

    Gerade darin liegt für mich eine der grossen Qualitäten der Ausstellung: Denzlers Arbeiten besitzen einen hohen Wiedererkennungswert, ohne sich zu wiederholen. Trotz unterschiedlicher Formate und Motive zieht sich seine unverwechselbare Handschrift konsequent durch die gesamte Präsentation.

    Interessant ist auch, wie diese Wirkung entsteht. Denzler beginnt häufig mit einer relativ präzisen Darstellung und führt sie anschliessend durch Übermalung, Zerstörung und erneute Bearbeitung immer weiter in die Verfremdung. Die Spuren dieses Prozesses bleiben im fertigen Bild sichtbar. 

    Renaissance ohne Nostalgie

    Die Beschäftigung mit historischen Vorbildern könnte leicht in kunsthistorischer Referenz oder Nostalgie enden. Bei Denzler passiert das Gegenteil.

    Seine intensive Farbigkeit, die gestische Malerei und die teilweise fast wie Bildstörungen wirkenden Verschiebungen schaffen eine bemerkenswerte Distanz zum Original. Vergangenheit und Gegenwart existieren gleichzeitig im Bild – Wiedererkennbarkeit trifft auf Auflösung, Schönheit auf Irritation, klassische Komposition auf eine visuelle Erfahrung, die ebenso von Fotografie und Film wie von unserer heutigen, medial geprägten Wahrnehmung beeinflusst scheint.

    Das passt zu einer zentralen Idee hinter der Werkgruppe: Historische Meisterwerke versteht Denzler nicht als statische Relikte, sondern als Teil eines visuellen Archivs, das immer wieder neu gelesen werden kann. 

    Eine Ausstellung, die unmittelbar funktioniert

    Bei der Vernissage war auffällig, wie unmittelbar die Arbeiten auf das Publikum wirkten. In den Gesprächen, die ich an diesem Abend führte, war die Begeisterung durchgängig gross. Das ist durchaus bemerkenswert bei einer Malerei, die weder gefällig noch einfach dekorativ ist.

    Vielleicht liegt genau darin eine Stärke dieser Ausstellung: Man muss die kunsthistorischen Bezüge nicht kennen, um von den Bildern angesprochen zu werden. Wer Tizian oder Tintoretto wiedererkennt, entdeckt zusätzliche Ebenen. Wer ohne dieses Wissen vor den Arbeiten steht, erlebt zunächst Farbe, Bewegung, Körperlichkeit und eine enorme malerische Präsenz.

    Beides funktioniert.

    Und vielleicht ist das die überzeugendste Form, historische Kunst in die Gegenwart zu holen: nicht indem man sie erklärt, sondern indem man aus ihr Bilder schafft, die wieder ganz selbstverständlich für sich selbst stehen können.

    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
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    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
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    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich
    Vernissage Andy Denzler in der Galerie Peter Kilchmann Zürich

    ANDY DENZLER
    Renaissance Paintings Reloaded
    29. August – 17. Oktober 2026
    Galerie Peter Kilchmann
    Rämistrasse 33, 8001 Zürich

    Website Galerie Peter Kilchmann

    Die Ausstellung ist Denzlers zweite Einzelausstellung in der Galerie Peter Kilchmann und umfasst neue gross- und mittelformatige Gemälde sowie Arbeiten auf Papier.

    Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.

  • Balz Baechi – «Bildtheater»: Eine Hommage an ein Leben für die Malerei

    Balz Baechi – «Bildtheater»: Eine Hommage an ein Leben für die Malerei

    Nicht jede Ausstellung verfolgt das Ziel, Kunst zu verkaufen. Manche schaffen einen Raum, in dem allein das Werk im Mittelpunkt steht. Mit «Bildtheater» präsentiert die Pascal Robert Gallery in Zürich eine Ausstellung, die bewusst als museumsartige Hommage an das Lebenswerk des Schweizer Malers Balz Baechi (geb. 1937) konzipiert wurde.

    Die ausgestellten Werke sind unverkäuflich – ein bewusstes Zeichen dafür, dass hier die künstlerische Auseinandersetzung wichtiger ist als der Kunstmarkt. Statt einer klassischen Verkaufsausstellung entsteht ein Ort der Begegnung mit einem Werk, das über mehr als sechs Jahrzehnte gewachsen ist.

    Ein Lebenswerk auf drei Etagen

    Die Ausstellung erstreckt sich über drei Etagen und vereint abstrakte Gemälde, Landschaften sowie figurative Arbeiten. Dadurch entsteht ein vielschichtiger Einblick in das Schaffen eines Künstlers, dessen Bildsprache sich über Jahrzehnte kontinuierlich weiterentwickelt hat.

    Ebenso überzeugend wie die Auswahl der Werke ist ihre Inszenierung. Die grossformatigen Gemälde wurden mit grosser Sorgfalt gehängt und entfalten in den hellen Galerieräumen eine eindrucksvolle Präsenz. Die Ausstellung wirkt ruhig, klar und konzentriert – ganz im Sinne der Malerei selbst.

    Eine Galerie als kultureller Ort

    Mit «Bildtheater» setzt die Pascal Robert Gallery zugleich ein bemerkenswertes Zeichen für die Rolle von Galerien. Die Ausstellung versteht sich ausdrücklich nicht als kommerzielle Präsentation, sondern als kulturelle Würdigung eines bedeutenden Schweizer Künstlers.

    Gerade in den ruhigeren Sommermonaten schafft die Galerie damit einen Ort, an dem Kunst unabhängig von Marktmechanismen erlebt werden kann. Eine Haltung, die heute nicht selbstverständlich ist und die zeigt, dass Galerien weit mehr sein können als Ausstellungs- und Verkaufsräume.

    Ein gelungener Vernissage-Abend

    Die Vernissage war hervorragend besucht. Das kunstinteressierte Publikum nahm sich Zeit für die Ausstellung, viele Besucherinnen und Besucher verweilten lange in den Räumen, diskutierten über die Werke und nutzten den Abend für intensive Gespräche und Begegnungen.

    Besonders eindrucksvoll war die Anwesenheit von Balz Baechi selbst. Den Künstler unmittelbar vor einem seiner grossformatigen Gemälde zu erleben, verlieh der Ausstellung eine zusätzliche Authentizität und machte deutlich, dass hier nicht nur einzelne Werke präsentiert werden, sondern ein ganzes künstlerisches Lebenswerk.

    Artcircle-Fazit

    «Bildtheater» ist weit mehr als eine Ausstellung. Sie ist eine stille und zugleich eindrucksvolle Würdigung eines Künstlers, der über Jahrzehnte konsequent seinen eigenen Weg gegangen ist.

    Wer sich auf Balz Baechis Bildwelt einlässt, entdeckt ein beeindruckendes Lebenswerk, das in dieser Form nur selten öffentlich zugänglich ist. Die gelungene Inszenierung der Werke, die besondere Atmosphäre der Galerie und die Offenheit des Vernissage-Abends machten den Besuch zu einem der kulturellen Höhepunkte dieses Zürcher Kunstsommers.

    Informationen

    Pascal Robert Gallery
    Rämistrasse 5
    8001 Zürich
    Schweiz

    Öffnungszeiten
    Dienstag bis Samstag: 10:00–20:00 Uhr
    Sonntag: geschlossen

    Website Pascal Robert Gallery

    Balz Baechi – «Bildtheater» Pascal-Robert Gallery Zürich
    Balz Baechi – «Bildtheater» Pascal-Robert Gallery Zürich
    Balz Baechi – «Bildtheater» Pascal-Robert Gallery Zürich
    Balz Baechi – «Bildtheater» Pascal-Robert Gallery Zürich
    Balz Baechi – «Bildtheater» Pascal-Robert Gallery Zürich
    Balz Baechi – «Bildtheater» Pascal-Robert Gallery Zürich
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    Balz Baechi – «Bildtheater» Pascal-Robert Gallery Zürich
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    Balz Baechi – «Bildtheater» Pascal-Robert Gallery Zürich
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    Balz Baechi – «Bildtheater» Pascal-Robert Gallery Zürich

    Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.

  • Kunststipendien der Stadt Zürich 2026 im Helmhaus

    Kunststipendien der Stadt Zürich 2026 im Helmhaus

    Zeitgenössische Kunst als eindrucksvolles Gesamterlebnis

    Mit den Kunststipendien der Stadt Zürich 2026 präsentiert das Helmhaus erneut eine Ausstellung, die zu den spannendsten Einblicken in das aktuelle Kunstschaffen der Stadt zählt. Die jährlich stattfindende Präsentation vereint die Positionen der Künstlerinnen und Künstler, die im Rahmen des Werkstipendienverfahrens der Stadt Zürich ausgewählt wurden, und macht die Vielfalt der zeitgenössischen Kunst auf eindrucksvolle Weise erlebbar.

    Doch nicht nur die einzelnen Arbeiten hinterlassen Eindruck – es ist vor allem das sorgfältig entwickelte Ausstellungskonzept, das den Besuch zu einem besonderen Erlebnis macht.

    Kunst im Dialog mit dem Raum

    Schon beim Betreten der Ausstellung wird deutlich, dass hier nicht einfach Werke nebeneinander präsentiert werden. Der Rundgang entwickelt eine eigene Dramaturgie. Immer wieder öffnen sich neue Sichtachsen, wechseln Massstäbe und Materialien, entstehen überraschende Gegenüberstellungen. Grossformatige Installationen treffen auf Malerei, Videoarbeiten auf Skulpturen, fotografische Positionen auf experimentelle Medien.

    Gerade diese Vielfalt macht den besonderen Reiz der Ausstellung aus. Hinter nahezu jedem Raum eröffnet sich eine neue Perspektive – und mit ihr eine andere künstlerische Sprache.

    Die Ausstellung wirkt dadurch nie beliebig. Vielmehr entsteht ein spannungsreicher Dialog zwischen den einzelnen Arbeiten und den grosszügigen Räumen des Helmhauses.

    Geballte Kreativität

    Die Bandbreite der gezeigten Positionen ist beeindruckend. Manche Arbeiten nehmen den gesamten Raum ein und beziehen die Besucher unmittelbar ein, andere entfalten ihre Wirkung in stillen, konzentrierten Momenten. Viele Werke überraschen durch unkonventionelle Materialien oder neue Herangehensweisen, andere greifen klassische Medien auf und interpretieren sie auf zeitgenössische Weise.

    Gerade diese Offenheit macht den Rundgang so spannend. Die Ausstellung versteht sich nicht als Sammlung ähnlicher Positionen, sondern als lebendiges Panorama aktueller künstlerischer Ausdrucksformen.

    Eine überzeugende kuratorische Inszenierung

    Dass diese grosse Vielfalt dennoch als stimmiges Ganzes funktioniert, ist auch der Arbeit der Kuratoren Benedikt Bock und Irene Grillo zu verdanken.

    Die einzelnen Positionen erhalten ausreichend Raum, um ihre eigene Wirkung zu entfalten, ohne den Dialog mit den benachbarten Arbeiten zu verlieren. Licht, Blickachsen und Raumabfolgen sind sorgfältig aufeinander abgestimmt und verleihen der Ausstellung einen natürlichen Rhythmus. So entsteht ein Rundgang, der neugierig macht und den Besucher immer wieder zum Innehalten einlädt.

    Gerade diese Inszenierung zeigt, wie entscheidend die kuratorische Gestaltung für das Erleben einer Ausstellung sein kann. Kunst entfaltet ihre Wirkung nicht nur durch einzelne Werke, sondern auch durch das Zusammenspiel von Raum, Licht und Atmosphäre.

    Persönliche Entdeckung

    Besonders angesprochen haben mich die Arbeiten von Angelos Merges. Im Vergleich zu einigen installativen oder multimedialen Positionen wirken sie auf den ersten Blick eher klassisch. Gerade dadurch entwickeln sie innerhalb der Ausstellung eine besondere Präsenz und setzen einen spannenden Kontrast zu den experimentelleren Arbeiten. Für mich gehörten sie zu den Positionen, die den Rundgang nachhaltig bereichert haben.

    Fazit

    Die Kunststipendien der Stadt Zürich 2026 bieten weit mehr als einen Überblick über aktuelle Positionen der Zürcher Kunstszene. Sie zeigen eindrucksvoll, wie unterschiedlich zeitgenössische Kunst heute gedacht und umgesetzt wird – und wie sehr eine gelungene kuratorische Inszenierung das Ausstellungserlebnis prägen kann.

    Wer sich auf den Rundgang einlässt, wird nicht nur einzelne Werke entdecken, sondern eine Ausstellung erleben, die von ihrer Vielfalt, ihren räumlichen Bezügen und ihrer Atmosphäre lebt. Sie lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen, genau hinzusehen und eigene Entdeckungen zu machen.

    Website Helmhaus

    Instagram @helmhaus_zuerich

    Kunststipendien der Stadt Zürich 2026 im Helmhaus
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    Kunststipendien der Stadt Zürich 2026 im Helmhaus
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    Kunststipendien der Stadt Zürich 2026 im Helmhaus
    Kunststipendien der Stadt Zürich 2026 im Helmhaus

    Beteiligte Künstlerinnen und Künstler

    Die Ausstellung Kunststipendien der Stadt Zürich 2026 vereint Arbeiten der folgenden Künstlerinnen (gemäss offizieller Ausstellungsliste):

    Martin Andereggen, Virginia Ariu, Johanna Bruckner, Caterina De Nicola, Bettina Eberhard, Cédric Eisenring, Philipp Farra, June Fischer, Tereza Glazova, Aleyna Günay, Samuel Haitz, Nadia Hauri, Bernhard Hegglin, Martin Heynen, Gilles Jacot, Thomas Julier, David Knuckey, Jiri Makovec, Angelos Merges, Alexeï Aad Monney, Yusuf Orhan, Jonathan Ospina, Cora Piantoni, lean rüegg, Marie Schumann, Laura Sennhauser, Sebastian Stadler, Stirnimann-Stojanovic, Lulu Cora Süss, Flavia Trachsler, U5, Ariane Vonmoos, Arnaud Wohlhauser.

    Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.

  • Zurich Art Weekend 2026: Wenn die Stadt zur Kunstlandschaft wird

    Zurich Art Weekend 2026: Wenn die Stadt zur Kunstlandschaft wird

    Das Zurich Art Weekend 2026 hat erneut eindrucksvoll gezeigt, weshalb sich die Veranstaltung in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Kunstereignisse der Schweiz entwickelt hat. Während sich die internationale Kunstwelt traditionell auf Basel vorbereitet, bietet Zürich bereits einige Tage zuvor die Gelegenheit, die Vielfalt und Qualität der hiesigen Kunstszene in konzentrierter Form zu erleben.

    Über mehrere Tage hinweg öffneten Museen, Kunsthallen, Galerien und Off-Spaces ihre Türen für ein vielseitiges Programm aus Ausstellungen, Führungen, Gesprächen und Begegnungen. Besonders bemerkenswert ist dabei die professionelle Organisation des Formats: Die zahlreichen Programmpunkte greifen ineinander, Wege sind kurz, Informationen klar aufbereitet und die Veranstaltungen sorgfältig aufeinander abgestimmt. Dadurch entsteht nicht nur Orientierung, sondern auch die Möglichkeit, Kunst in unterschiedlichsten Kontexten zu entdecken.

    Besonders eindrücklich war die aussergewöhnliche Dichte hochkarätiger Ausstellungen im Bereich der Rämistrasse und der Zürcher Altstadt. Innerhalb weniger Gehminuten eröffnete sich ein bemerkenswert breites Spektrum zeitgenössischer Positionen – von Malerei und Skulptur über Fotografie bis hin zu installativen und konzeptuellen Arbeiten. Die unmittelbare Nachbarschaft zahlreicher Galerien ermöglicht dabei einen direkten Vergleich unterschiedlicher künstlerischer Ansätze und macht die Vielfalt der aktuellen Kunstproduktion auf besondere Weise erlebbar.

    Auch die grossen Institutionen der Stadt trugen wesentlich zum Erfolg des Wochenendes bei. Museen und Ausstellungshäuser präsentierten anspruchsvolle Programme und ergänzten das Angebot der Galerien um weitere Perspektiven. Dadurch entstand ein facettenreiches Gesamtbild, das sowohl erfahrene Sammlerinnen und Sammler als auch kunstinteressierte Besucherinnen und Besucher ansprach.

    Neben den Ausstellungen selbst lebt das Zurich Art Weekend jedoch auch von den Begegnungen. Künstlerinnen und Künstler, Galeristinnen und Galeristen, Kuratorinnen und Kuratoren, Sammlerinnen und Sammler sowie Kunstinteressierte kommen miteinander ins Gespräch. Viele dieser Begegnungen entstehen spontan und tragen dazu bei, dass die Veranstaltung weit mehr ist als die Summe ihrer einzelnen Programmpunkte.

    Was besonders in Erinnerung bleibt, ist die hohe Qualität der präsentierten Arbeiten. Über alle besuchten Stationen hinweg zeigte sich ein bemerkenswertes Niveau, das die internationale Ausrichtung und den Anspruch des Zürich Art Weekend unterstreicht. Die Veranstaltung macht sichtbar, wie vielfältig, offen und vernetzt die Zürcher Kunstszene heute ist.

    Das Zurich Art Weekend 2026 bestätigte damit eindrucksvoll seine Rolle als wichtiger Treffpunkt für zeitgenössische Kunst – und als inspirierende Einstimmung auf die Kunstwoche in Basel.

    Zurich Art Weekend 2026
    Zurich Art Weekend 2026
    Zurich Art Weekend 2026
    Zurich Art Weekend 2026
    Zurich Art Weekend 2026
    Zurich Art Weekend 2026
    Zurich Art Weekend 2026
    Zurich Art Weekend 2026
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    Zurich Art Weekend 2026
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    Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.

    Die Fotos der Zurich Art Week entstanden unter anderem an folgenden Orten:

    Löwenbräukunst Areal

    Migros Museum für Gegenwartskunst

    Museum Haus Konstruktiv

    Helmhaus

    Galerie Eva Presenhuber

    Galerie Haas Zürich

    Galerie Peter Kilchman

    Galerie & Editions Stephan Wistchi – Fazal Sheikh

    Galerie Urs Meile

    Galerie Fabian Lang

    Tobias Mueller Modern Art

    Mai 36 Galerie

    Lea Bischofberger Gallery

    Pascal Robert Gallery