Vier Tage zeitgenössische Kunst, internationale Galerien und persönliche Begegnungen: Vom 22. bis 25. Oktober 2026 fand in der Halle 622 in Zürich-Oerlikon die fünfte Ausgabe des Art Salon Zürich statt. Die Messe zeigte einmal mehr, dass Kunst nicht nur vom Betrachten lebt, sondern auch vom persönlichen Austausch.
Mit rund 40 Galerien und Stiftungen sowie Werken von über 200 Künstlerinnen und Künstlern bot der Art Salon Zürich 2026 ein vielseitiges Spektrum moderner und zeitgenössischer Kunst. Etablierte Positionen trafen auf neue Entdeckungen, Schweizer Kunst auf internationale Perspektiven.
Seit seiner Gründung im Jahr 2022 hat sich der Art Salon einen festen Platz im Zürcher Kunstkalender erarbeitet. Die überschaubare Grösse und der persönliche Charakter der Messe schaffen einen Rahmen, in dem nicht nur Kunstwerke, sondern auch die Menschen dahinter im Mittelpunkt stehen.

Kunst in ihrer ganzen Vielfalt
Malerei, Skulptur, Fotografie und Arbeiten auf Papier prägten das Bild der diesjährigen Ausgabe. Von gegenständlichen Darstellungen bis zu abstrakten Bildwelten, von reduzierten Kompositionen bis zu expressiven Positionen reichte das Spektrum der präsentierten Kunst.
Neben den Galerieständen boten verschiedene Sonderprojekte und thematische Parcours zusätzliche Einblicke. Die Vielfalt lud dazu ein, Bekanntes wiederzuentdecken und sich auf neue künstlerische Positionen einzulassen.
Gerade die überschaubare Grösse erwies sich dabei als Vorteil. Sie ermöglichte es, sich intensiver mit einzelnen Arbeiten auseinanderzusetzen und auch jenen Werken Aufmerksamkeit zu schenken, die sich erst auf den zweiten Blick erschliessen.



Die Kunst der Begegnung
Was den Art Salon Zürich besonders macht, ist nicht allein die Vielfalt der ausgestellten Werke. Es sind vor allem die Menschen und die Gespräche, die einen Messebesuch bereichern.
Zahlreiche Begegnungen mit Galeristen und Kunstschaffenden eröffneten spannende Einblicke in künstlerische Arbeitsweisen, Hintergründe und Entstehungsprozesse. Dazu gehörten persönliche Gespräche mit den Künstlern Daniel Cherubim, Jürgen Paas und Dario Norelli. Ihre Erläuterungen ermöglichten einen vertieften Blick auf einzelne Arbeiten und machten deutlich, wie viel sich hinter einem Kunstwerk entdecken lässt, wenn man die Gelegenheit zum direkten Austausch nutzt.
Auch der Künstler Tiziano Autera, der bereits mit einem eigenen Profil auf Artcircle vertreten ist, war mit zwei Werken auf der Messe präsent.
Hinzu kamen zahlreiche Begegnungen mit bekannten Gesichtern aus der Zürcher Kunstwelt, interessante Gespräche und neue Kontakte. Gerade dieser persönliche Austausch macht den Art Salon zu einem lebendigen Treffpunkt, der weit über die Präsentation und den Verkauf von Kunst hinausgeht.

Werke, die in Erinnerung bleiben
Bei der grossen Vielfalt an künstlerischen Positionen fiel es nicht leicht, einzelne Werke hervorzuheben. Dennoch gab es einige Arbeiten, die nachhaltig beeindruckten.
Dazu gehörten die grossformatigen Gemälde der ägyptischen Künstlerin Nada Baraka, präsentiert von der Galerie Helvetika 1575, ebenso wie die Werke von Christine Keruth am Stand der Galerie Gerig und die fotografischen Arbeiten der chinesischen Künstlerin und Buchautorin Xiao Hui Wang, die von der Galerie Glaab gezeigt wurden.
Dies sind nur einige Beispiele aus einer Vielzahl bemerkenswerter künstlerischer Positionen. Die begleitenden Fotografien vermitteln weitere Eindrücke von der Vielfalt der ausgestellten Kunst.

Zweimal besuchen, zweimal entdecken
Bereits die Preview und Vernissage am Donnerstag boten Gelegenheit, erste Eindrücke zu sammeln, Kunstwerke kennenzulernen und mit den Ausstellenden ins Gespräch zu kommen.
Ein zweiter Besuch am Samstag eröffnete nochmals neue Perspektiven. Die Eindrücke des ersten Tages liessen sich vertiefen, Gespräche fortsetzen und weitere Werke entdecken.
Interessant war dabei auch, wie sich die Präsentationen innerhalb weniger Tage verändert hatten. Einige Arbeiten waren inzwischen verkauft und durch andere Werke ersetzt worden. So gab es selbst an bereits besuchten Galerieständen Neues zu sehen.
Diese Dynamik gehört zum Charakter einer Kunstmesse. Sie zeigt, dass eine Ausstellung während ihrer Laufzeit keineswegs statisch sein muss, sondern sich durch Verkäufe, neue Hängungen und Begegnungen immer wieder verändert.

Mehr als eine Kunstmesse
Nach fünf Ausgaben hat der Art Salon Zürich ein eigenständiges Profil entwickelt. Seine Stärke liegt nicht im Streben nach immer grösseren Dimensionen, sondern in einem Format, das Kunst und Menschen zusammenbringt.
Die Ausgabe 2026 bot zahlreiche Gelegenheiten, neue künstlerische Positionen kennenzulernen, vertraute Namen wiederzuentdecken und persönliche Kontakte zu vertiefen.
Dabei wurde einmal mehr deutlich, wie sehr persönliche Gespräche den Blick auf Kunst verändern können. Ein Werk, das zunächst vor allem visuell fasziniert, gewinnt durch die Gedanken und Erzählungen seiner Urheber oft eine zusätzliche Dimension.
Vielleicht liegt genau darin der nachhaltigste Wert einer solchen Veranstaltung: Kunst nicht nur zu betrachten, sondern über sie ins Gespräch zu kommen – und mit neuen Eindrücken, Gedanken und Begegnungen nach Hause zu gehen.
Art Salon Zürich 2026
22.–25. Oktober 2026
Halle 622, Zürich-Oerlikon
www.artsalonzurich.com










































Galerien Art Salon 2026:
Laurent Marthaler Contemporary
Fabian & Claude Walter Galerie
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien/Museen.
