Bei der Vernissage von Glückspilze im KUNSThouse H3o in Zürich entstand genau jene besondere Mischung, die einen gelungenen Kunstabend ausmacht: starke Arbeiten, spannende Gespräche und ein internationales Publikum, das die Begeisterung für zeitgenössische Kunst miteinander teilte.
Wer Orlando Marosini persönlich begegnet, erkennt schnell die Verbindung zwischen Künstler und Werk. Seine offene, herzliche und positive Ausstrahlung findet sich auch in seinen Arbeiten wieder. Die Bilder wirken energiegeladen und spontan, zugleich aber überraschend zugänglich und menschlich. Sie laden dazu ein, für einen Moment den Blick auf das Spielerische, Unvoreingenommene und Staunenswerte zu richten.
Mit Glückspilze präsentiert der in Zürich lebende Künstler neue Arbeiten aus Malerei und erstmals auch keramische Werke. Leuchtende Farben, vielschichtige Strukturen und eine Bildsprache zwischen Fantasie, Erinnerung und Gegenwart prägen die Ausstellung. Dabei entstehen Arbeiten, die ebenso verspielt wie tiefgründig wirken und den Betrachter immer wieder neue Details entdecken lassen.
Besonders spannend ist die Erweiterung seines künstlerischen Ausdrucks um keramische Arbeiten. Sie fügen sich nahtlos in Marosinis Universum ein und verleihen der Ausstellung zusätzliche räumliche Präsenz.
Einen wesentlichen Anteil an der besonderen Atmosphäre des Abends hatten die beiden Gründer des KUNSThouse H3o, Dominique Leemann und Karel Doclo. Mit grossem persönlichem Engagement, viel Gespür für zeitgenössische Positionen und einer spürbaren Leidenschaft für Kunst schaffen sie einen Ort, an dem nicht nur Werke präsentiert, sondern auch Begegnungen ermöglicht werden. Die Organisation war hervorragend, die Atmosphäre offen und entspannt, und der Austausch zwischen Künstlern, Sammlern und Kunstinteressierten stand jederzeit im Mittelpunkt.
Was von diesem Abend besonders in Erinnerung bleibt, ist die positive Energie, die sowohl von den Arbeiten als auch vom Künstler selbst ausging. In einer Zeit, in der viele künstlerische Positionen gesellschaftliche Spannungen und Unsicherheiten thematisieren, setzt Orlando Marosini auf eine Bildwelt, die Raum für Neugier, Lebensfreude und Staunen lässt, ohne dabei an Tiefe zu verlieren.
Mit Glückspilze ist im KUNSThouse H3o eine Ausstellung zu sehen, die genau das schafft: Sie lädt dazu ein, für einen Moment innezuhalten, genauer hinzusehen und die kleinen Glücksmomente zu entdecken, die oft mitten im Alltag verborgen liegen.
Ausstellung
Orlando Marosini – Glückspilze 11. Juni – 12. Juli 2026
KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini Der Künstler Orlando Marosini (links) zusammen mit Ronald Wissler von Artcircle anlässlich der Vernissage von «Glückspilze» im KUNSThouse H3o in Zürich.
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Zwischen Struktur, Wiederholung und räumlicher Spannung.
Mit der Soloausstellung „ECHOES OF THE SURFACE“ präsentiert das KUNSThouse H3o vom 6. bis 30. Mai 2026 Arbeiten des Schweizer Künstlers Attila Wittmer. Die Ausstellung am Hirschengraben 30 in Zürich bewegt sich konsequent zwischen Zeichnung, Systematik und räumlicher Wahrnehmung und zeigte bereits zur Vernissage mit anschliessender Art Party eine ausgesprochen offene und kommunikative Atmosphäre.
Wittmers künstlerische Praxis basiert auf seriellen Zeichenprozessen, die von Wiederholung und Variation geprägt sind. Ausgangspunkt vieler Arbeiten ist der menschliche Kopf — jedoch nicht als klassisches Porträt oder figurative Darstellung, sondern als reduzierte formale Struktur. Aus Linien, Verdichtungen, Flächen und rhythmischen Verschiebungen entwickelt der Künstler komplexe Bildsysteme, die weniger einzelne Motive als vielmehr Beziehungen, Spannungen und Wahrnehmungsprozesse untersuchen.
Besonders spannend ist dabei die Balance zwischen Präzision und Offenheit. Trotz der klaren konzeptuellen Grundlage wirken die Arbeiten niemals rein analytisch oder kühl. Vielmehr entsteht eine eigentümliche Dynamik zwischen Kontrolle und intuitiver Materialwirkung. Wiederholungen erzeugen minimale Verschiebungen, Verdichtungen verändern die Wahrnehmung und einzelne Werke beginnen innerhalb der Ausstellung miteinander zu kommunizieren.
Ich kannte Attila Wittmer und seine Arbeiten bereits über Social Media — die Ausstellung bot jedoch erstmals die Gelegenheit, dem Künstler persönlich zu begegnen und die Arbeiten im Original zu erleben. Gerade die physische Präsenz der Werke, ihre Oberflächen und die räumliche Wirkung lassen sich digital nur bedingt erfassen. Umso stärker wurde sichtbar, wie sehr Wittmer seine Zeichnungen nicht als isolierte Einzelbilder versteht, sondern als Teile eines grösseren visuellen Systems.
Die Werke wurden von den Galeristenn Dominique Leemann und Karel Doclo ausgesprochen sensibel und präzise in den Räumlichkeiten des KUNSThouse H3o inszeniert. Die reduzierte Hängung und die architektonische Offenheit der Räume unterstützten die ruhige, konzentrierte Wirkung der Arbeiten und gaben den einzelnen Werkgruppen genügend Raum, um ihre eigene Spannung zu entfalten.
Attila Wittmers Arbeiten bewegen sich bewusst zwischen Zeichnung, Objekt, Rhythmus und räumlicher Erfahrung. Gerade in der direkten Begegnung entfalten sie eine stille, aber intensive Präsenz, die weniger auf schnelle Wirkung als auf konzentrierte Wahrnehmung setzt.
ECHOES OF THE SURFACE 6 May – 30 May 2026 KUNSThouse H3o Hirschengraben 30 8001 Zürich
Vernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o Zürich
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Artcircle ist die redaktionelle Plattform für Kunst in und um Zürich. Wir verbinden Künstler:innen, Galerien und Publikum – mit Berichten, Einblicken und persönlichen Einladungen zu den spannendsten Kunstereignissen der Region. So wird Kunst erlebbar, nah und lebendig.
Die Ausstellung The Poetics of Remembrance – A Metaphysical Retrospective widmet sich dem vielschichtigen Werk von Alexander Aizenshtat und zeigt eine konzentrierte Auswahl seiner Arbeiten aus mehreren Jahrzehnten. Zur Vernissage am 30. April 2026 in der Pascal Robert Gallery war die Galerie sehr gut besucht – zahlreiche Gäste nahmen teils eine weite Anreise in Kauf. Entsprechend lebendig und kommunikativ entwickelte sich ein Abend, der nicht nur durch die Werke selbst, sondern auch durch den intensiven Austausch geprägt war.
Aizenshtats Malerei entzieht sich bewusst einer eindeutigen Lesart. Zwischen Figuration, Abstraktion und symbolischen Elementen entstehen Bildräume, die weniger erzählen als vielmehr Zustände erfahrbar machen. Figuren erscheinen nicht als handelnde Protagonisten, sondern als Träger von Spannung. Räume bleiben instabil, oszillieren zwischen Tiefe und Fläche. Bedeutung entsteht nicht unmittelbar – sie entwickelt sich im Prozess der Betrachtung.
Besonders die farbintensiven Arbeiten entfalten eine bemerkenswerte Präsenz. Ihre Wirkung entsteht nicht durch plakative Kontraste, sondern durch eine vielschichtige, nahezu vibrierende Farbigkeit, die den Bildern eine eigene innere Energie verleiht. Auffällig ist dabei der bewusste Verzicht auf reines Schwarz: Stattdessen arbeitet Aizenshtat mit stark abgedunkelten Farbtönen, wodurch selbst die dunklen Partien eine subtile Lebendigkeit behalten und sich harmonisch in das Gesamtgefüge einfügen.
Auffällig ist zudem die Konsequenz, mit der sich der Künstler über Jahrzehnte hinweg seiner eigenen Bildsprache verpflichtet hat. Abseits kurzfristiger Strömungen oder marktgetriebener Dynamiken konnte sich ein Werk entfalten, das weniger auf Reaktion als auf Kontinuität basiert. In diesem Sinne wirkt die Ausstellung nicht wie eine klassische Retrospektive, sondern eher wie ein Einblick in ein geschlossenes, sich stetig weiterentwickelndes System.
Seit einigen Jahren erfährt Aizenshtats Arbeit auch institutionell verstärkte Aufmerksamkeit – unter anderem durch Ausstellungen in bedeutenden Häusern wie dem Moscow Museum of Modern Art oder der Tretyakov Gallery. Dennoch bewahrt sein Werk eine gewisse Unabhängigkeit, die sich auch in der stillen Intensität seiner Bilder widerspiegelt.
Ein besonderer Dank gilt dem Galeristen Pascal Robert, der mit sicherem Gespür und persönlichem Engagement einmal mehr eine Ausstellung realisiert hat, die nicht nur künstlerisch überzeugt, sondern auch als Begegnungsraum funktioniert. Die Vernissage zeigte eindrücklich, wie relevant solche Orte des direkten Austauschs sind – gerade in einer Zeit, in der vieles digital vermittelt wird.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 6. Juni 2026 und bietet die Gelegenheit, sich in Ruhe auf diese dichte und zugleich offene Bildwelt einzulassen.
Die Ausstellung The Poetics of Remembrance – A Metaphysical Retrospective widmet sich dem vielschichtigen Werk von Alexander Aizenshtat und zeigt eine konzentrierte Auswahl seiner Arbeiten aus mehreren Jahrzehnten. Zur Vernissage am 30. April 2026 in der Pascal Robert Gallery war die Galerie sehr gut besucht – zahlreiche Gäste nahmen teils eine weite Anreise in Kauf. Entsprechend lebendig und kommunikativ entwickelte sich ein Abend, der nicht nur durch die Werke selbst, sondern auch durch den intensiven Austausch geprägt war.
Aizenshtats Malerei entzieht sich bewusst einer eindeutigen Lesart. Zwischen Figuration, Abstraktion und symbolischen Elementen entstehen Bildräume, die weniger erzählen als vielmehr Zustände erfahrbar machen. Figuren erscheinen nicht als handelnde Protagonisten, sondern als Träger von Spannung. Räume bleiben instabil, oszillieren zwischen Tiefe und Fläche. Bedeutung entsteht nicht unmittelbar – sie entwickelt sich im Prozess der Betrachtung.
Auffällig ist die Konsequenz, mit der sich der Künstler über Jahrzehnte hinweg seiner eigenen Bildsprache verpflichtet hat. Abseits kurzfristiger Strömungen oder marktgetriebener Dynamiken konnte sich ein Werk entfalten, das weniger auf Reaktion als auf Kontinuität basiert. In diesem Sinne wirkt die Ausstellung nicht wie eine klassische Retrospektive, sondern eher wie ein Einblick in ein geschlossenes, sich stetig weiterentwickelndes System.
Seit einigen Jahren erfährt Aizenshtats Arbeit auch institutionell verstärkte Aufmerksamkeit – unter anderem durch Ausstellungen in bedeutenden Häusern wie dem Moscow Museum of Modern Art oder der Tretyakov Gallery. Dennoch bewahrt sein Werk eine gewisse Unabhängigkeit, die sich auch in der stillen Intensität seiner Bilder widerspiegelt.
Ein besonderer Dank gilt dem Galeristen Pascal Robert, der mit sicherem Gespür und persönlichem Engagement einmal mehr eine Ausstellung realisiert hat, die nicht nur künstlerisch überzeugt, sondern auch als Begegnungsraum funktioniert. Die Vernissage zeigte eindrücklich, wie relevant solche Orte des direkten Austauschs sind – gerade in einer Zeit, in der vieles digital vermittelt wird.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 6. Juni 2026 und bietet die Gelegenheit, sich in Ruhe auf diese dichte und zugleich offene Bildwelt einzulassen.
The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Artcircle ist die redaktionelle Plattform für Kunst in und um Zürich. Wir verbinden Künstler:innen, Galerien und Publikum – mit Berichten, Einblicken und persönlichen Einladungen zu den spannendsten Kunstereignissen der Region. So wird Kunst erlebbar, nah und lebendig.
Mit LOCATION.LOCATION.LOCATION. zeigt Vladislav Markov erstmals eine Einzelausstellung in der Schweiz – und nutzt den Raum der Galerie Maria Bernheim nicht als Bühne, sondern als Zustand.
Markovs Arbeiten bewegen sich zwischen physischer und digitaler Realität, zwischen konkreter Materialität und ihrer Verschiebung ins Virtuelle. Was zunächst greifbar erscheint, entzieht sich schnell einer eindeutigen Zuordnung. Seine Installationen sind keine klassischen Ausstellungen, sondern Erfahrungsräume, die Wahrnehmung, Orientierung und Zeitgefühl subtil destabilisieren.
Bereits der Zugang – reduziert, beinahe abgeschirmt – verändert die Wahrnehmung und führt in eine Situation, die sich bewusst vom gewohnten Ausstellungsraum löst.
Dabei entsteht eine eigentümliche Spannung: zwischen präzisem Realismus und beiläufiger Absurdität. Räume wirken vertraut und gleichzeitig entrückt, Situationen nachvollziehbar – und doch nicht ganz fassbar. Markov arbeitet mit Versatzstücken unserer Gegenwart, verschiebt sie, überlagert sie und führt sie in Zustände, die sich eher erleben als beschreiben lassen.
Gerade darin liegt die Qualität dieser Arbeit: Sie entzieht sich einer eindeutigen Lesart und entwickelt ihre Wirkung im Moment der Erfahrung. Ein Besuch wird weniger zur Betrachtung als zur Bewegung innerhalb eines Systems, das sich mit jeder Minute verändert – oder zumindest so anfühlt.
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Vernissage mit Nähe, Tiefe und intensiver Bildsprache
Es sind diese Abende, die sich nicht laut ankündigen – und gerade deshalb in Erinnerung bleiben. Die Vernissage von Julian Tauland in der Pascal Robert Gallery fühlte sich eher wie ein konzentriertes Treffen unter Kunstaffinen an als wie ein klassisches Opening. Eine fast private Atmosphäre, viel Raum für Gespräche, echtes Interesse – genau die Art von Setting, in der Kunst wirken kann.
Pascal Henry Robert hat diesen Rahmen mit grosser Selbstverständlichkeit geschaffen. Sein Gespür für Positionen und für die richtige Inszenierung ist spürbar – unaufgeregt, präzise, mit klarem Fokus auf die Arbeiten.
Und diese Arbeiten brauchen genau das.
Taulands Entrelacs / Eden-Serie ist unmittelbar präsent. Farbe, Bewegung, Dichte – alles ist da, ohne sich aufzudrängen. Die Leinwände ziehen einen hinein, ohne eine eindeutige Lesart anzubieten. Grünflächen, Blautöne, warme Akzente – irgendwo zwischen Landschaft und Auflösung derselben. Man meint, etwas zu erkennen, verliert es wieder, bleibt dran.
Was besonders auffällt: die Energie der Malerei. Die gestischen Spuren, das Schichten, das Verdichten. Nichts wirkt beliebig, aber auch nichts ist abschliessend. Es ist ein offenes System, das sich im Blick erst entfaltet.
Bemerkenswert ist, wie stark selbst die kleineren Formate funktionieren. Sie tragen die gleiche Intensität wie die grossen Arbeiten – vielleicht sogar noch konzentrierter. Keine Nebenwerke, sondern eigenständige Setzungen.
Dass der Künstler selbst anwesend war, hat dem Abend eine zusätzliche Nähe gegeben. Im Gespräch mit Julian Taulandwurde deutlich, wie sehr seine Arbeiten aus Beobachtung, Erinnerung und einem feinen Gespür für Übergänge entstehen – ohne dass sie sich je festlegen lassen.
Am Ende bleibt weniger eine klare Aussage als ein Eindruck: von Malerei, die sich Zeit nimmt. Von einem Abend, der genau das zugelassen hat. Und von einem Galeristen, der ein ausserordentlich gutes Gespür dafür hat, wann genau dieser Raum entsteht.
Pascal Robert Gallery Opening Julian TaulandPascal Robert Gallery Opening Julian TaulandPascal Robert Gallery Opening Julian TaulandPascal Robert Gallery Opening Julian TaulandPascal Robert Gallery Opening Julian TaulandPascal Robert Gallery Opening Julian TaulandPascal Robert Gallery Opening Julian Tauland
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Anfang April wird eine Heuscheune am Rand von Zürich zu einem Ort der stillen Konzentration. Zur Chalte Hose in Forch zeigt mit Wings of the Soul eine Ausstellung, die bewusst zwischen Aussenwelt und innerer Erfahrung angesiedelt ist.
Schon der Ort setzt den Ton: Holz, Licht, eine gewisse Rauheit. Nichts wirkt neutral oder inszeniert wie im White Cube. Die ehemalige Scheune bleibt, was sie war – und genau darin liegt ihre Qualität. Sie schafft einen Raum im Übergang: zwischen Funktion und Reflexion, zwischen Realität und Vorstellung.
Inhaltlich bezieht sich die Ausstellung auf zwei sehr unterschiedliche, aber überraschend verwandte Texte: Die Konferenz der Vögel von Farid ud-Din Attar und Der Steppenwolf von Hermann Hesse. Beide kreisen um die gleiche Frage: Was ist das Selbst – und ist es überhaupt einheitlich?
Die Malereien von Shirin Babazadeh, Jade Rousson und Yadolah Dodge geben darauf keine direkten Antworten. Sie übersetzen literarische Gedanken in Bilder – offen, vieldeutig, in Bewegung. Figuration löst sich auf, Formen tauchen auf und verschwinden wieder. Es entsteht ein Spannungsfeld zwischen Nähe und Distanz, zwischen individueller Erfahrung und etwas Gemeinsamen.
Die Konferenz der Vögel bildet dabei eine Art leises Rückgrat der Ausstellung. Die Geschichte der Vögel, die sich auf die Suche nach dem mythischen Simurgh machen, ist weniger eine Reise nach aussen als nach innen. Am Ende erkennen sie sich selbst – und damit, dass die gesuchte Wahrheit immer schon Teil von ihnen war.
Ganz anders, und doch verwandt, blickt Der Steppenwolf auf das Ich. Hermann Hesse beschreibt Identität nicht als Einheit, sondern als Vielheit. Der Mensch ist nicht eins, sondern viele – widersprüchlich, fragmentiert, in ständiger Veränderung. Das «Magische Theater» macht diese innere Bewegung sichtbar.
Diese Gedanken setzen sich im Raum fort. Einzelne Elemente treten aus der Malerei heraus: ein Käfig mit beschriebenen Blättern, fast wie festgehaltene Stimmen. Ein Spiegel, der den Blick zurückwirft. Ein frei hängendes Buch, das sich leicht bewegt – als würde selbst die Bedeutung nicht stillstehen.
Wings of the Soul erklärt nichts. Die Ausstellung öffnet vielmehr einen Raum, in dem man sich selbst begegnet – leise, tastend, ohne feste Antworten. Vielleicht liegt genau darin ihre Stärke.
Kuratorin: Yulia Virts 2.–16. April Zur Chalte Hose, Hohrütistrasse 12, 8127 Forch
Zur Chalte Hose – Wings of the SoulZur Chalte Hose – Wings of the SoulZur Chalte Hose – Wings of the SoulZur Chalte Hose – Wings of the SoulZur Chalte Hose – Wings of the SoulZur Chalte Hose – Wings of the SoulZur Chalte Hose – Wings of the Soul
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Mit Henri Michaux beginnt man fast zwangsläufig im Ungewissen. Sein Werk entzieht sich klaren Zuschreibungen und verweigert jede eindeutige Lesart. Stattdessen eröffnet es einen offenen Denk- und Wahrnehmungsraum, in dem Zeichnung und Schrift nicht getrennt existieren, sondern als gleichwertige Ausdrucksformen ineinandergreifen.
Geboren 1899 in Belgien, fand Michaux in Paris seinen künstlerischen Ausgangspunkt. Reisen durch Lateinamerika und Asien erweiterten seinen Blick und prägten seine Arbeit nachhaltig. Was daraus entstand, ist weniger Abbild der Welt als vielmehr ein sensibles Protokoll innerer Zustände – sichtbar gemacht durch Linien, Zeichen und Bewegungen, die sich jeder festen Form entziehen.
Sein Werk fand auch in der Schweiz früh eine aufmerksame und nachhaltige Resonanz – insbesondere bei Sammlerinnen und Sammlern sowie in musealen Kontexten.
Seine Arbeiten wirken oft wie spontane Setzungen, getragen von Wiederholung, Rhythmus und einer bewussten Offenheit gegenüber dem Zufall. Serien entstehen nicht als abgeschlossene Werkgruppen, sondern als fortlaufende Prozesse. Michaux interessiert nicht das fertige Bild, sondern das, was sich im Moment des Entstehens zeigt: ein tastendes, suchendes Erforschen von Wahrnehmung und Existenz.
Gerade in dieser Reduktion liegt eine besondere Intensität. Die Werke erscheinen auf den ersten Blick zurückhaltend, fast leise – und entfalten ihre Wirkung erst im genauen Hinsehen. Feinste Unterschiede in Linie, Dichte und Struktur erzeugen eine bemerkenswerte Tiefe. Viele Besucherinnen und Besucher der Vernissage nahmen sich entsprechend Zeit für die einzelnen Arbeiten – ein stilles Einverständnis darüber, dass sich ihre Qualität nicht im schnellen Blick erschliesst.
Die Ausstellung ist bis zum 2. Mai 2026 zu sehen und fügt sich in das Programm der Galerie Haas ein, die erneut mit einer präzisen Auswahl hochkarätiger Positionen überzeugt. Sie lädt dazu ein, sich auf diese Form der Wahrnehmung einzulassen: weniger als Betrachtung von Bildern, sondern als Begegnung mit einem offenen System aus Zeichen, Bewegung und Bewusstsein.
Henri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas Zürich
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Mit Décorps führt Valentina Pini ihre Auseinandersetzung mit dem Körper als Fragment und Vorstellung konsequent weiter. Bereits im Titel steckt die Idee der Ausstellung: eine Verbindung von décor (Dekor) und corps (Körper). Daraus entsteht ein Spannungsfeld, in dem Dekoration zur Spur des Körpers wird – während der Körper selbst zunehmend als Konstruktion erscheint.
Die Arbeiten bewegen sich zwischen Objekt und Inszenierung. Metall, Epoxidharz und skulpturale Fragmente wirken wie Relikte einer Bühne, auf der der Mensch selbst abwesend bleibt. In der Serie Autour du cou à la hauteur des yeux, leicht über Augenhöhe installiert, entsteht genau dieser Eindruck: Ketten, Krägen und ornamentale Elemente definieren eine Form, die an einen Körper erinnert – ohne dass dieser tatsächlich vorhanden ist.
Besonders prägnant zeigt sich dieses Prinzip in der Skulptur Amplification. Zwei Epauletten auf Metallschienen genügen, um Autorität und Hierarchie anzudeuten. Die Symbolik bleibt lesbar, doch der Körper, der sie tragen würde, fehlt. Es entsteht eine fast theatrale Leerstelle.
Auch in der fotografischen Serie Displaced Fractures verschiebt Pini den Blick. Statt auf die monumentalen Skulpturen von Vincenzo Vela richtet sie die Aufmerksamkeit auf deren fragile Details – Risse, Verbindungen, Trägerstrukturen. Was sichtbar wird, ist nicht das Bild selbst, sondern seine Konstruktion.
Eine weitere Ebene bringen die Reliefs aus ihrer Residency in der Bogliasco Foundation ein. Pflanzliche Elemente, Fundstücke und persönliche Objekte verbinden sich zu Kompositionen, die zwischen Archiv, Bühne und Experiment oszillieren. Die Materialien wirken, als befänden sie sich in einem Prozess der Verwandlung – eher alchemistisch als naturalistisch.
Décorps bewegt sich bewusst zwischen Material und Bild, zwischen Präsenz und Abwesenheit. Der Körper wird nicht gezeigt, sondern angedeutet, zerlegt und neu gedacht. Für die Betrachter:innen entsteht ein offenes Geflecht von Hinweisen – und die Einladung, den eigenen Blick neu zu justieren.
Valentina Pini: Décorps – Eröffnung in der Galerie Lullin + Ferrari Valentina Pini: Décorps – Eröffnung in der Galerie Lullin + Ferrari Valentina Pini: Décorps – Eröffnung in der Galerie Lullin + Ferrari Valentina Pini: Décorps – Eröffnung in der Galerie Lullin + Ferrari Valentina Pini: Décorps – Eröffnung in der Galerie Lullin + Ferrari Valentina Pini: Décorps – Eröffnung in der Galerie Lullin + Ferrari Valentina Pini: Décorps – Eröffnung in der Galerie Lullin + Ferrari Valentina Pini: Décorps – Eröffnung in der Galerie Lullin + Ferrari Valentina Pini: Décorps – Eröffnung in der Galerie Lullin + Ferrari Valentina Pini: Décorps – Eröffnung in der Galerie Lullin + Ferrari Valentina Pini: Décorps – Eröffnung in der Galerie Lullin + Ferrari Valentina Pini: Décorps – Eröffnung in der Galerie Lullin + Ferrari Valentina Pini: Décorps – Eröffnung in der Galerie Lullin + Ferrari Valentina Pini: Décorps – Eröffnung in der Galerie Lullin + Ferrari Valentina Pini: Décorps – Eröffnung in der Galerie Lullin + Ferrari
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Die Ausstellung Chūshō Tōsa in der Anthracite Gallery untersucht zeitgenössische japanische abstrakte Kunst aus der Perspektive von Materialprozess und räumlichem Bewusstsein. Kuratiert von Ebba Wallmén in Zusammenarbeit mit Jesper Dahl und Jens Petersen versteht sich das Projekt nicht als klassische Überblicksschau, sondern als feldorientierte Untersuchung – als eine Entwicklungslinie, die aus einer Atelier-Reise durch Japan im vergangenen Sommer, aus materiellen Experimenten und einer ortsspezifischen Präsentation hervorgegangen ist.
Die Ausstellung vereint Werke einer geografisch wie materiell vielfältigen Gruppe von Künstlerinnen und Künstlern, deren Praxis Malerei, Keramik, Textil, Skulptur und Zeichnung umfasst. In allen Positionen entsteht Abstraktion nicht aus formaler Doktrin, sondern aus physischer Auseinandersetzung. Leinwände aus kultivierten Fasern rücken Wachstum, Verdichtung und strukturelle Unregelmässigkeit als wesentliche Bestandteile des Bildfeldes ins Zentrum. Malerei wird nicht auf einen neutralen Bildträger aufgetragen; sie tritt in Beziehung zu einer Oberfläche, die bereits eigene Zeitlichkeit und Widerständigkeit in sich trägt.
Keramische Arbeiten führen diese Untersuchung von Volumen und Gewicht fort. Pigment und Glasur verbergen den Tonkörper nicht, sondern betonen dessen Masse und taktile Qualität. Der Dialog zwischen Oberfläche und Struktur verschiebt die Grenze zwischen Bild und Objekt und begreift Abstraktion als räumlichen Zustand statt als rein optisches Phänomen.
In der gesamten Ausstellung entzieht sich die Komposition festen Zentren. Farbschichten wirken als autonome Zonen, verschieben visuelle Gewichte und aktivieren den umgebenden Raum. Transparenz, Opazität und Intervalle fungieren als strukturelle Mittel. Die Werke entwickeln keine narrativen Abfolgen; vielmehr formulieren sie Beziehungen – zwischen Faser und Pigment, Ton und Temperatur, Geste und Dauer.
Innerhalb der industriellen Architektur der Anthracite Gallery tritt die Materialität der Arbeiten besonders deutlich hervor. Betonoberflächen und offene Raumstrukturen verstärken die physische Präsenz der Werke und laden zu einer konzentrierten, andauernden Betrachtung ein.
Chūshō Tōsa positioniert die japanische Abstraktion als fortlaufenden Aushandlungsprozess – zwischen materieller Autonomie und künstlerischer Intention, zwischen Oberfläche und Tiefe, zwischen Ruhe und Bewegung.
Chūshō Tōsa (抽象踏查) A Field Survey of Japanese Abstract Art 18 February – 30 May Anthracite GalleryChūshō Tōsa (抽象踏查) A Field Survey of Japanese Abstract Art 18 February – 30 May Anthracite GalleryChūshō Tōsa (抽象踏查) A Field Survey of Japanese Abstract Art 18 February – 30 May Anthracite GalleryChūshō Tōsa (抽象踏查) A Field Survey of Japanese Abstract Art 18 February – 30 May Anthracite GalleryChūshō Tōsa (抽象踏查) A Field Survey of Japanese Abstract Art 18 February – 30 May Anthracite GalleryChūshō Tōsa (抽象踏查) A Field Survey of Japanese Abstract Art 18 February – 30 May Anthracite GalleryChūshō Tōsa (抽象踏查) A Field Survey of Japanese Abstract Art 18 February – 30 May Anthracite GalleryChūshō Tōsa (抽象踏查) A Field Survey of Japanese Abstract Art 18 February – 30 May Anthracite GalleryChūshō Tōsa (抽象踏查) A Field Survey of Japanese Abstract Art 18 February – 30 May Anthracite GalleryChūshō Tōsa (抽象踏查) A Field Survey of Japanese Abstract Art 18 February – 30 May Anthracite GalleryChūshō Tōsa (抽象踏查) A Field Survey of Japanese Abstract Art 18 February – 30 May Anthracite GalleryChūshō Tōsa (抽象踏查) A Field Survey of Japanese Abstract Art 18 February – 30 May Anthracite GalleryChūshō Tōsa (抽象踏查) A Field Survey of Japanese Abstract Art 18 February – 30 May Anthracite GalleryChūshō Tōsa (抽象踏查) A Field Survey of Japanese Abstract Art 18 February – 30 May Anthracite GalleryChūshō Tōsa (抽象踏查) A Field Survey of Japanese Abstract Art 18 February – 30 May Anthracite Gallery
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Die Vernissage zur Ausstellung narratief bei der Galerie Urs Meile an der Rämistrasse war aussergewöhnlich lebendig. Nicht durch Lautstärke oder Inszenierung, sondern durch eine spürbare Offenheit im Raum. Die beiden Künstler Pascale Wiedemann und Daniel Mettler waren anwesend, suchten aktiv das Gespräch und nahmen sich Zeit für den Austausch mit den Besucher:innen. Genau diese unmittelbare Nähe prägte den Abend.
Viele der Gäste bewegten sich aufmerksam durch die Ausstellung, verweilten lange, kehrten zurück und diskutierten Eindrücke. Die Atmosphäre war ruhig, konzentriert und zugleich sehr kommunikativ – ein Dialog nicht nur zwischen den Werken, sondern auch zwischen Künstler:innen und Publikum.
Erzählen ohne Zielpunkt
Der Titel narratief – bewusst falsch geschrieben – verweist auf Erzählen als offenen Prozess. Die Ausstellung bietet keine linearen Geschichten und keine eindeutigen Deutungen. Stattdessen entstehen Situationen, Fragmente und Stimmungen, die sich erst im eigenen Erleben zusammensetzen. Es sind Bilder, die nicht festlegen, sondern andeuten.
Diese Offenheit zieht sich durch die gesamte Ausstellung. Sie lädt zum Innehalten ein, zum langsamen Sehen – und dazu, den eigenen Gedanken Raum zu geben.
Samt als Raum und Körper
Besonders eindrücklich sind die Samtarbeiten von Pascale Wiedemann. Ihre stark volumigen, raumgreifenden Werke beanspruchen den Raum körperlich. Der Samt absorbiert Licht, wirkt warm, weich und beinahe schützend. Gleichzeitig brechen gezielte Bleichungen die Oberfläche auf: Formen erscheinen wie Abdrücke, Nachbilder oder Spuren von etwas Vergangenem.
Diese Arbeiten schaffen Innenräume, die weniger architektonisch als emotional erfahrbar sind. Sie sprechen den Körper an, nicht nur den Blick. Die Nähe, die sie erzeugen, ist unmittelbar – man steht ihnen nicht gegenüber, sondern befindet sich fast in ihnen. Für mich gehörten diese Arbeiten zu den stärksten Momenten der Ausstellung.
Fotografische Schwellenräume
Dem gegenüber stehen die konstruieren Fotografien von Daniel Mettler. Sie wirken kühler, distanzierter und erschliessen sich über den Blick. Gezeigt werden Übergänge, Korridore, Ecken – Räume, die nicht eindeutig sind. Es sind Orte kurz vor oder nach einem Ereignis, festgehaltene Momente, die sich einer klaren Einordnung entziehen.
Diese Fotografien funktionieren wie Schwellen: Man benötigt einen Moment, um sich zu orientieren, Tiefe und Ausrichtung zu erfassen und die darin vermittelte Körperlichkeit wahrzunehmen. Realität und Imagination beginnen dabei zu verschmelzen.
Zwei Positionen, ein Dialog
Was narratief besonders macht, ist das Zusammenspiel dieser beiden Werkgruppen. Samt und Fotografie, Nähe und Distanz, Körper und Blick – zwei unterschiedliche Zugänge zu Innenräumen, die sich nicht widersprechen, sondern gegenseitig ergänzen.
Wiedemann/Mettler arbeiten seit vielen Jahren als Duo. Ihr gemeinsamer Prozess basiert auf Reaktion, Übersetzung und wechselseitiger Beeinflussung. Diese dialogische Haltung ist in der Ausstellung deutlich spürbar: Die Werke sprechen miteinander, ohne sich zu erklären oder festzuschreiben.
Die Vernissage machte genau das erfahrbar: eine Ausstellung, die nicht laut sein muss, um präsent zu sein – und die durch Aufmerksamkeit, Austausch und Zeit wirkt.
Die Ausstellung ist noch bis 21. März 2026 in der Galerie Urs Meile in Zürich zu sehen. Vor allem die Samtarbeiten von Pascale Wiedemann zeigen, wie sehr Material und Raum das Erleben prägen – eine Wirkung, die sich nur im Original voll entfaltet.
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Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.