Bei der Vernissage von Glückspilze im KUNSThouse H3o in Zürich entstand genau jene besondere Mischung, die einen gelungenen Kunstabend ausmacht: starke Arbeiten, spannende Gespräche und ein internationales Publikum, das die Begeisterung für zeitgenössische Kunst miteinander teilte.
Wer Orlando Marosini persönlich begegnet, erkennt schnell die Verbindung zwischen Künstler und Werk. Seine offene, herzliche und positive Ausstrahlung findet sich auch in seinen Arbeiten wieder. Die Bilder wirken energiegeladen und spontan, zugleich aber überraschend zugänglich und menschlich. Sie laden dazu ein, für einen Moment den Blick auf das Spielerische, Unvoreingenommene und Staunenswerte zu richten.
Mit Glückspilze präsentiert der in Zürich lebende Künstler neue Arbeiten aus Malerei und erstmals auch keramische Werke. Leuchtende Farben, vielschichtige Strukturen und eine Bildsprache zwischen Fantasie, Erinnerung und Gegenwart prägen die Ausstellung. Dabei entstehen Arbeiten, die ebenso verspielt wie tiefgründig wirken und den Betrachter immer wieder neue Details entdecken lassen.
Besonders spannend ist die Erweiterung seines künstlerischen Ausdrucks um keramische Arbeiten. Sie fügen sich nahtlos in Marosinis Universum ein und verleihen der Ausstellung zusätzliche räumliche Präsenz.
Einen wesentlichen Anteil an der besonderen Atmosphäre des Abends hatten die beiden Gründer des KUNSThouse H3o, Dominique Leemann und Karel Doclo. Mit grossem persönlichem Engagement, viel Gespür für zeitgenössische Positionen und einer spürbaren Leidenschaft für Kunst schaffen sie einen Ort, an dem nicht nur Werke präsentiert, sondern auch Begegnungen ermöglicht werden. Die Organisation war hervorragend, die Atmosphäre offen und entspannt, und der Austausch zwischen Künstlern, Sammlern und Kunstinteressierten stand jederzeit im Mittelpunkt.
Was von diesem Abend besonders in Erinnerung bleibt, ist die positive Energie, die sowohl von den Arbeiten als auch vom Künstler selbst ausging. In einer Zeit, in der viele künstlerische Positionen gesellschaftliche Spannungen und Unsicherheiten thematisieren, setzt Orlando Marosini auf eine Bildwelt, die Raum für Neugier, Lebensfreude und Staunen lässt, ohne dabei an Tiefe zu verlieren.
Mit Glückspilze ist im KUNSThouse H3o eine Ausstellung zu sehen, die genau das schafft: Sie lädt dazu ein, für einen Moment innezuhalten, genauer hinzusehen und die kleinen Glücksmomente zu entdecken, die oft mitten im Alltag verborgen liegen.
Ausstellung
Orlando Marosini – Glückspilze 11. Juni – 12. Juli 2026
KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini KUNSThouse H3o Vernissage Glückspilze Solo Exhibition von Orlando Marosini Der Künstler Orlando Marosini (links) zusammen mit Ronald Wissler von Artcircle anlässlich der Vernissage von «Glückspilze» im KUNSThouse H3o in Zürich.
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Am Frühsommerabend vom 20. Mai 2026 lud Walde Immobilien zur Vernissage ins „Haus der Immobilien“ nach Zollikon – mit Blick über den Zürichsee, offenen Gesprächen und einem Publikum, das sich sichtbar intensiv auf Kunst und Austausch einliess.
Bereits vor Beginn nutzten viele Gäste die grosszügige Terrasse des Hauses. Die Stimmung war offen, kommunikativ und zugleich aufmerksam. Man spürte schnell, dass es hier nicht um einen reinen Gesellschaftsanlass ging, sondern um echtes Interesse an Kunst, Gestaltung und den Gedanken hinter den Arbeiten.
Im Mittelpunkt des Abends standen die Werke der international bekannten Fotokünstlerin Mona Kuhn sowie die skulpturalen Arbeiten von Felix Eichkorn. Besonders wertvoll war dabei die Präsenz der Künstler selbst, die ausführlich über ihre Arbeiten, Prozesse und Hintergründe sprachen.
Besonders eindrücklich war die Werkserie von Mona Kuhn, die mit der heute nur noch selten angewendeten Technik der Solarisation arbeitet. Dabei wird das fotografische Bild während des Entwicklungsprozesses kurzzeitig erneut belichtet, wodurch charakteristische Umkehrungen von Tonwerten und eine beinahe schwebende, fast malerische Bildwirkung entstehen. Gerade im digitalen Zeitalter wirkt diese analoge Technik erstaunlich zeitlos. Kuhns Arbeiten bewegen sich dabei zwischen Licht, Architektur, Erinnerung und Präsenz – ruhig in ihrer Wirkung und gleichzeitig voller subtiler Spannung.
Ebenso inspirierend war der persönliche Austausch mit Felix Eichkorn. Der international tätige Künstler und Designer aus dem Schwarzwald entwickelt mit seinem Atelier Eichkorn skulpturale Möbel und Objekte, die weltweit in privaten Sammlungen sowie architektonischen Kontexten zu finden sind. Seine Arbeiten verbinden handwerkliche Präzision mit einer reduzierten, beinahe architektonischen Formensprache und einer spürbaren Nähe zum Material. Gerade im Gespräch wurde deutlich, wie konsequent und authentisch Eichkorn seinen gestalterischen Ansatz verfolgt.
Besonders spannend war dabei die Verbindung zwischen Kunst, Architektur und Immobilien. Walde Immobilien schafft mit solchen Veranstaltungen weit mehr als einen klassischen Ausstellungsrahmen. Das Unternehmen baut bewusst Brücken zwischen hochwertiger Architektur, kulturellem Austausch und zeitgenössischer Kunst – und schafft damit Räume, in denen Begegnungen und Gespräche selbstverständlich entstehen können.
Gerade in Zürich, wo Kunst oft in institutionellen Kontexten stattfindet, wirken solche offenen und gleichzeitig sorgfältig kuratierten Formate besonders wertvoll.
Vernissage und Künstlergespräch im Haus der Immoblien Vernissage und Künstlergespräch im Haus der Immoblien Vernissage und Künstlergespräch im Haus der Immoblien Vernissage und Künstlergespräch im Haus der Immoblien Vernissage und Künstlergespräch im Haus der Immoblien Vernissage und Künstlergespräch im Haus der Immoblien Vernissage und Künstlergespräch im Haus der Immoblien Vernissage und Künstlergespräch im Haus der Immoblien Vernissage und Künstlergespräch im Haus der Immoblien Vernissage und Künstlergespräch im Haus der Immoblien Vernissage und Künstlergespräch im Haus der Immoblien Vernissage und Künstlergespräch im Haus der Immoblien Vernissage und Künstlergespräch im Haus der Immoblien Vernissage und Künstlergespräch im Haus der Immoblien Vernissage und Künstlergespräch im Haus der Immoblien
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Zwischen Struktur, Wiederholung und räumlicher Spannung.
Mit der Soloausstellung „ECHOES OF THE SURFACE“ präsentiert das KUNSThouse H3o vom 6. bis 30. Mai 2026 Arbeiten des Schweizer Künstlers Attila Wittmer. Die Ausstellung am Hirschengraben 30 in Zürich bewegt sich konsequent zwischen Zeichnung, Systematik und räumlicher Wahrnehmung und zeigte bereits zur Vernissage mit anschliessender Art Party eine ausgesprochen offene und kommunikative Atmosphäre.
Wittmers künstlerische Praxis basiert auf seriellen Zeichenprozessen, die von Wiederholung und Variation geprägt sind. Ausgangspunkt vieler Arbeiten ist der menschliche Kopf — jedoch nicht als klassisches Porträt oder figurative Darstellung, sondern als reduzierte formale Struktur. Aus Linien, Verdichtungen, Flächen und rhythmischen Verschiebungen entwickelt der Künstler komplexe Bildsysteme, die weniger einzelne Motive als vielmehr Beziehungen, Spannungen und Wahrnehmungsprozesse untersuchen.
Besonders spannend ist dabei die Balance zwischen Präzision und Offenheit. Trotz der klaren konzeptuellen Grundlage wirken die Arbeiten niemals rein analytisch oder kühl. Vielmehr entsteht eine eigentümliche Dynamik zwischen Kontrolle und intuitiver Materialwirkung. Wiederholungen erzeugen minimale Verschiebungen, Verdichtungen verändern die Wahrnehmung und einzelne Werke beginnen innerhalb der Ausstellung miteinander zu kommunizieren.
Ich kannte Attila Wittmer und seine Arbeiten bereits über Social Media — die Ausstellung bot jedoch erstmals die Gelegenheit, dem Künstler persönlich zu begegnen und die Arbeiten im Original zu erleben. Gerade die physische Präsenz der Werke, ihre Oberflächen und die räumliche Wirkung lassen sich digital nur bedingt erfassen. Umso stärker wurde sichtbar, wie sehr Wittmer seine Zeichnungen nicht als isolierte Einzelbilder versteht, sondern als Teile eines grösseren visuellen Systems.
Die Werke wurden von den Galeristenn Dominique Leemann und Karel Doclo ausgesprochen sensibel und präzise in den Räumlichkeiten des KUNSThouse H3o inszeniert. Die reduzierte Hängung und die architektonische Offenheit der Räume unterstützten die ruhige, konzentrierte Wirkung der Arbeiten und gaben den einzelnen Werkgruppen genügend Raum, um ihre eigene Spannung zu entfalten.
Attila Wittmers Arbeiten bewegen sich bewusst zwischen Zeichnung, Objekt, Rhythmus und räumlicher Erfahrung. Gerade in der direkten Begegnung entfalten sie eine stille, aber intensive Präsenz, die weniger auf schnelle Wirkung als auf konzentrierte Wahrnehmung setzt.
ECHOES OF THE SURFACE 6 May – 30 May 2026 KUNSThouse H3o Hirschengraben 30 8001 Zürich
Vernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o ZürichVernissage und Art Party ECHOES OF THE SURFACE Attila Wittmer KUNSThouse H3o Zürich
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Artcircle ist die redaktionelle Plattform für Kunst in und um Zürich. Wir verbinden Künstler:innen, Galerien und Publikum – mit Berichten, Einblicken und persönlichen Einladungen zu den spannendsten Kunstereignissen der Region. So wird Kunst erlebbar, nah und lebendig.
Die Ausstellung The Poetics of Remembrance – A Metaphysical Retrospective widmet sich dem vielschichtigen Werk von Alexander Aizenshtat und zeigt eine konzentrierte Auswahl seiner Arbeiten aus mehreren Jahrzehnten. Zur Vernissage am 30. April 2026 in der Pascal Robert Gallery war die Galerie sehr gut besucht – zahlreiche Gäste nahmen teils eine weite Anreise in Kauf. Entsprechend lebendig und kommunikativ entwickelte sich ein Abend, der nicht nur durch die Werke selbst, sondern auch durch den intensiven Austausch geprägt war.
Aizenshtats Malerei entzieht sich bewusst einer eindeutigen Lesart. Zwischen Figuration, Abstraktion und symbolischen Elementen entstehen Bildräume, die weniger erzählen als vielmehr Zustände erfahrbar machen. Figuren erscheinen nicht als handelnde Protagonisten, sondern als Träger von Spannung. Räume bleiben instabil, oszillieren zwischen Tiefe und Fläche. Bedeutung entsteht nicht unmittelbar – sie entwickelt sich im Prozess der Betrachtung.
Besonders die farbintensiven Arbeiten entfalten eine bemerkenswerte Präsenz. Ihre Wirkung entsteht nicht durch plakative Kontraste, sondern durch eine vielschichtige, nahezu vibrierende Farbigkeit, die den Bildern eine eigene innere Energie verleiht. Auffällig ist dabei der bewusste Verzicht auf reines Schwarz: Stattdessen arbeitet Aizenshtat mit stark abgedunkelten Farbtönen, wodurch selbst die dunklen Partien eine subtile Lebendigkeit behalten und sich harmonisch in das Gesamtgefüge einfügen.
Auffällig ist zudem die Konsequenz, mit der sich der Künstler über Jahrzehnte hinweg seiner eigenen Bildsprache verpflichtet hat. Abseits kurzfristiger Strömungen oder marktgetriebener Dynamiken konnte sich ein Werk entfalten, das weniger auf Reaktion als auf Kontinuität basiert. In diesem Sinne wirkt die Ausstellung nicht wie eine klassische Retrospektive, sondern eher wie ein Einblick in ein geschlossenes, sich stetig weiterentwickelndes System.
Seit einigen Jahren erfährt Aizenshtats Arbeit auch institutionell verstärkte Aufmerksamkeit – unter anderem durch Ausstellungen in bedeutenden Häusern wie dem Moscow Museum of Modern Art oder der Tretyakov Gallery. Dennoch bewahrt sein Werk eine gewisse Unabhängigkeit, die sich auch in der stillen Intensität seiner Bilder widerspiegelt.
Ein besonderer Dank gilt dem Galeristen Pascal Robert, der mit sicherem Gespür und persönlichem Engagement einmal mehr eine Ausstellung realisiert hat, die nicht nur künstlerisch überzeugt, sondern auch als Begegnungsraum funktioniert. Die Vernissage zeigte eindrücklich, wie relevant solche Orte des direkten Austauschs sind – gerade in einer Zeit, in der vieles digital vermittelt wird.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 6. Juni 2026 und bietet die Gelegenheit, sich in Ruhe auf diese dichte und zugleich offene Bildwelt einzulassen.
Die Ausstellung The Poetics of Remembrance – A Metaphysical Retrospective widmet sich dem vielschichtigen Werk von Alexander Aizenshtat und zeigt eine konzentrierte Auswahl seiner Arbeiten aus mehreren Jahrzehnten. Zur Vernissage am 30. April 2026 in der Pascal Robert Gallery war die Galerie sehr gut besucht – zahlreiche Gäste nahmen teils eine weite Anreise in Kauf. Entsprechend lebendig und kommunikativ entwickelte sich ein Abend, der nicht nur durch die Werke selbst, sondern auch durch den intensiven Austausch geprägt war.
Aizenshtats Malerei entzieht sich bewusst einer eindeutigen Lesart. Zwischen Figuration, Abstraktion und symbolischen Elementen entstehen Bildräume, die weniger erzählen als vielmehr Zustände erfahrbar machen. Figuren erscheinen nicht als handelnde Protagonisten, sondern als Träger von Spannung. Räume bleiben instabil, oszillieren zwischen Tiefe und Fläche. Bedeutung entsteht nicht unmittelbar – sie entwickelt sich im Prozess der Betrachtung.
Auffällig ist die Konsequenz, mit der sich der Künstler über Jahrzehnte hinweg seiner eigenen Bildsprache verpflichtet hat. Abseits kurzfristiger Strömungen oder marktgetriebener Dynamiken konnte sich ein Werk entfalten, das weniger auf Reaktion als auf Kontinuität basiert. In diesem Sinne wirkt die Ausstellung nicht wie eine klassische Retrospektive, sondern eher wie ein Einblick in ein geschlossenes, sich stetig weiterentwickelndes System.
Seit einigen Jahren erfährt Aizenshtats Arbeit auch institutionell verstärkte Aufmerksamkeit – unter anderem durch Ausstellungen in bedeutenden Häusern wie dem Moscow Museum of Modern Art oder der Tretyakov Gallery. Dennoch bewahrt sein Werk eine gewisse Unabhängigkeit, die sich auch in der stillen Intensität seiner Bilder widerspiegelt.
Ein besonderer Dank gilt dem Galeristen Pascal Robert, der mit sicherem Gespür und persönlichem Engagement einmal mehr eine Ausstellung realisiert hat, die nicht nur künstlerisch überzeugt, sondern auch als Begegnungsraum funktioniert. Die Vernissage zeigte eindrücklich, wie relevant solche Orte des direkten Austauschs sind – gerade in einer Zeit, in der vieles digital vermittelt wird.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 6. Juni 2026 und bietet die Gelegenheit, sich in Ruhe auf diese dichte und zugleich offene Bildwelt einzulassen.
The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich The Poetics of Remembrance – Alexander Aizenshtat in der Pascal Robert Gallery Zürich
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Artcircle ist die redaktionelle Plattform für Kunst in und um Zürich. Wir verbinden Künstler:innen, Galerien und Publikum – mit Berichten, Einblicken und persönlichen Einladungen zu den spannendsten Kunstereignissen der Region. So wird Kunst erlebbar, nah und lebendig.
Mit LOCATION.LOCATION.LOCATION. zeigt Vladislav Markov erstmals eine Einzelausstellung in der Schweiz – und nutzt den Raum der Galerie Maria Bernheim nicht als Bühne, sondern als Zustand.
Markovs Arbeiten bewegen sich zwischen physischer und digitaler Realität, zwischen konkreter Materialität und ihrer Verschiebung ins Virtuelle. Was zunächst greifbar erscheint, entzieht sich schnell einer eindeutigen Zuordnung. Seine Installationen sind keine klassischen Ausstellungen, sondern Erfahrungsräume, die Wahrnehmung, Orientierung und Zeitgefühl subtil destabilisieren.
Bereits der Zugang – reduziert, beinahe abgeschirmt – verändert die Wahrnehmung und führt in eine Situation, die sich bewusst vom gewohnten Ausstellungsraum löst.
Dabei entsteht eine eigentümliche Spannung: zwischen präzisem Realismus und beiläufiger Absurdität. Räume wirken vertraut und gleichzeitig entrückt, Situationen nachvollziehbar – und doch nicht ganz fassbar. Markov arbeitet mit Versatzstücken unserer Gegenwart, verschiebt sie, überlagert sie und führt sie in Zustände, die sich eher erleben als beschreiben lassen.
Gerade darin liegt die Qualität dieser Arbeit: Sie entzieht sich einer eindeutigen Lesart und entwickelt ihre Wirkung im Moment der Erfahrung. Ein Besuch wird weniger zur Betrachtung als zur Bewegung innerhalb eines Systems, das sich mit jeder Minute verändert – oder zumindest so anfühlt.
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Vernissage mit Nähe, Tiefe und intensiver Bildsprache
Es sind diese Abende, die sich nicht laut ankündigen – und gerade deshalb in Erinnerung bleiben. Die Vernissage von Julian Tauland in der Pascal Robert Gallery fühlte sich eher wie ein konzentriertes Treffen unter Kunstaffinen an als wie ein klassisches Opening. Eine fast private Atmosphäre, viel Raum für Gespräche, echtes Interesse – genau die Art von Setting, in der Kunst wirken kann.
Pascal Henry Robert hat diesen Rahmen mit grosser Selbstverständlichkeit geschaffen. Sein Gespür für Positionen und für die richtige Inszenierung ist spürbar – unaufgeregt, präzise, mit klarem Fokus auf die Arbeiten.
Und diese Arbeiten brauchen genau das.
Taulands Entrelacs / Eden-Serie ist unmittelbar präsent. Farbe, Bewegung, Dichte – alles ist da, ohne sich aufzudrängen. Die Leinwände ziehen einen hinein, ohne eine eindeutige Lesart anzubieten. Grünflächen, Blautöne, warme Akzente – irgendwo zwischen Landschaft und Auflösung derselben. Man meint, etwas zu erkennen, verliert es wieder, bleibt dran.
Was besonders auffällt: die Energie der Malerei. Die gestischen Spuren, das Schichten, das Verdichten. Nichts wirkt beliebig, aber auch nichts ist abschliessend. Es ist ein offenes System, das sich im Blick erst entfaltet.
Bemerkenswert ist, wie stark selbst die kleineren Formate funktionieren. Sie tragen die gleiche Intensität wie die grossen Arbeiten – vielleicht sogar noch konzentrierter. Keine Nebenwerke, sondern eigenständige Setzungen.
Dass der Künstler selbst anwesend war, hat dem Abend eine zusätzliche Nähe gegeben. Im Gespräch mit Julian Taulandwurde deutlich, wie sehr seine Arbeiten aus Beobachtung, Erinnerung und einem feinen Gespür für Übergänge entstehen – ohne dass sie sich je festlegen lassen.
Am Ende bleibt weniger eine klare Aussage als ein Eindruck: von Malerei, die sich Zeit nimmt. Von einem Abend, der genau das zugelassen hat. Und von einem Galeristen, der ein ausserordentlich gutes Gespür dafür hat, wann genau dieser Raum entsteht.
Pascal Robert Gallery Opening Julian TaulandPascal Robert Gallery Opening Julian TaulandPascal Robert Gallery Opening Julian TaulandPascal Robert Gallery Opening Julian TaulandPascal Robert Gallery Opening Julian TaulandPascal Robert Gallery Opening Julian TaulandPascal Robert Gallery Opening Julian Tauland
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Mit Henri Michaux beginnt man fast zwangsläufig im Ungewissen. Sein Werk entzieht sich klaren Zuschreibungen und verweigert jede eindeutige Lesart. Stattdessen eröffnet es einen offenen Denk- und Wahrnehmungsraum, in dem Zeichnung und Schrift nicht getrennt existieren, sondern als gleichwertige Ausdrucksformen ineinandergreifen.
Geboren 1899 in Belgien, fand Michaux in Paris seinen künstlerischen Ausgangspunkt. Reisen durch Lateinamerika und Asien erweiterten seinen Blick und prägten seine Arbeit nachhaltig. Was daraus entstand, ist weniger Abbild der Welt als vielmehr ein sensibles Protokoll innerer Zustände – sichtbar gemacht durch Linien, Zeichen und Bewegungen, die sich jeder festen Form entziehen.
Sein Werk fand auch in der Schweiz früh eine aufmerksame und nachhaltige Resonanz – insbesondere bei Sammlerinnen und Sammlern sowie in musealen Kontexten.
Seine Arbeiten wirken oft wie spontane Setzungen, getragen von Wiederholung, Rhythmus und einer bewussten Offenheit gegenüber dem Zufall. Serien entstehen nicht als abgeschlossene Werkgruppen, sondern als fortlaufende Prozesse. Michaux interessiert nicht das fertige Bild, sondern das, was sich im Moment des Entstehens zeigt: ein tastendes, suchendes Erforschen von Wahrnehmung und Existenz.
Gerade in dieser Reduktion liegt eine besondere Intensität. Die Werke erscheinen auf den ersten Blick zurückhaltend, fast leise – und entfalten ihre Wirkung erst im genauen Hinsehen. Feinste Unterschiede in Linie, Dichte und Struktur erzeugen eine bemerkenswerte Tiefe. Viele Besucherinnen und Besucher der Vernissage nahmen sich entsprechend Zeit für die einzelnen Arbeiten – ein stilles Einverständnis darüber, dass sich ihre Qualität nicht im schnellen Blick erschliesst.
Die Ausstellung ist bis zum 2. Mai 2026 zu sehen und fügt sich in das Programm der Galerie Haas ein, die erneut mit einer präzisen Auswahl hochkarätiger Positionen überzeugt. Sie lädt dazu ein, sich auf diese Form der Wahrnehmung einzulassen: weniger als Betrachtung von Bildern, sondern als Begegnung mit einem offenen System aus Zeichen, Bewegung und Bewusstsein.
Henri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas ZürichHenri Michaux – Für Alle und gegen Jeden – Galerie Haas Zürich
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Mit der Ausstellung von Kerry James Marshall setzt das Kunsthaus Zürich erneut ein starkes Zeichen. Wer die Preview und Vernissage am 26. Februar 2026 besucht hat, spürte sofort: Hier geht es nicht um eine gewöhnliche Ausstellung, sondern um ein kuratorisches Statement von außergewöhnlicher Qualität.
Schon beim ersten Rundgang beeindruckt die monumentale Größe der Arbeiten. Diese Bilder hängen nicht einfach an der Wand – sie behaupten Raum. Sie stehen selbstbewusst im Raum, fordern Aufmerksamkeit und lassen den Betrachter nicht in Distanz verharren. Man tritt näher, geht wieder zurück, entdeckt neue Ebenen.
Marshall arbeitet mit einer Farbigkeit, die kraftvoll und präzise zugleich wirkt. Die Töne sind bewusst gesetzt, intensiv, manchmal fast ikonisch. Doch die visuelle Wucht ist nur der Einstieg. Je länger man sich mit einem einzelnen Werk beschäftigt, desto deutlicher wird: In jedem Bild steckt eine Vielzahl an Ideen, Referenzen und erzählerischen Schichten.
Es sind Werke, die Zeit verlangen – und diese Zeit auch belohnen. Man könnte sich mit jedem einzelnen Bild über Stunden auseinandersetzen. Details offenbaren sich erst beim zweiten oder dritten Blick. Kompositorische Entscheidungen, kunsthistorische Bezüge, subtile Hinweise auf gesellschaftliche Themen – alles ist durchdacht, nichts zufällig.
Was mich besonders beeindruckt hat, ist diese Verbindung aus inhaltlicher Tiefe und formaler Souveränität. Die Bilder sind komplex, aber nie überladen. Monumental, aber nie dekorativ. Sie besitzen eine Selbstverständlichkeit, die nur große künstlerische Positionen erreichen.
Eine Vernissage mit spürbarer Intensität
Die Vernissage war außergewöhnlich gut besucht – ein sehr interessiertes Publikum: anspruchsvolle Kunstfreunde, Sammler, Kenner, Journalisten und geladene Gäste sowie der Künstler selbst. Die einzigartigen Werke sorgten für Gesprächsstoff.
Es lag eine spürbare Energie in den Räumen. Kein oberflächliches Event-Flair, sondern echte Auseinandersetzung. Man sah Menschen lange vor einzelnen Werken stehen, diskutierend, vergleichend, nachdenklich.
Das Kunsthaus Zürich hat hier einmal mehr bewiesen, dass es Ausstellungen auf höchstem internationalen Niveau realisieren kann. Die Präsentation ist klar, großzügig und präzise inszeniert. Die Werke erhalten den Raum, den sie benötigen – physisch wie atmosphärisch.
Einmaligkeit und Relevanz
Diese Ausstellung ist in ihrer Dichte und Qualität außergewöhnlich. Die gezeigten Werke wirken nicht austauschbar oder repräsentativ im üblichen Sinne – sie sind eigenständig, kraftvoll, singulär.
Gerade in einer Zeit, in der Bilder allgegenwärtig und schnell konsumierbar sind, entsteht hier das Gegenteil: eine Einladung zur Verlangsamung. Zur konzentrierten Betrachtung. Zur gedanklichen Vertiefung.
Für mich persönlich war diese Ausstellung eine der eindrücklichsten Präsentationen der letzten Zeit. Monumental in ihrer physischen Erscheinung – und ebenso monumental in ihrer gedanklichen Tiefe.
Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich Preview und Vernissage Kerry James Marshall im Kunsthaus Zürich
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Bereits die Preview zur Ausstellung Alchemy machte deutlich: Diese Bilder lassen niemanden unberührt. Die Vernissage in der Pascal Robert Gallery war wie bereits die Preview ein voller Erfolg – und von einer spürbaren Begeisterung getragen. Besucherinnen und Besucher verweilten lange vor den Werken, tauschten Eindrücke aus, kehrten zurück, entdeckten Neues. Ein Abend, der zeigte, wie kraftvoll abstrakte Malerei wirken kann, wenn sie Raum bekommt.
Farbe, Bewegung, Energie
Die grossformatigen Arbeiten von Britt Boutros-Ghali entfalten eine aussergewöhnliche Lebendigkeit. Farben scheinen sich über die Leinwand zu bewegen, zu fliessen, sich zu verdichten und wieder aufzulösen. Nichts wirkt statisch. Die Bilder ziehen den Blick an – und halten ihn fest. Je länger man sich ihnen widmet, desto mehr Details treten hervor: Andeutungen von Gesichtern, fragmentarische Figuren, organische Formen, die sich der eindeutigen Lesbarkeit entziehen und gerade dadurch die Fantasie anregen.
Jedes Werk eröffnet einen eigenen Kosmos. Die Farbigkeit variiert stark, von leuchtend warmen Tönen bis zu dunkleren, tiefgründigen Kompositionen. Gemeinsam ist ihnen eine innere Dynamik, die an Action Painting erinnert, ohne sich darin zu erschöpfen. Die Malerei bleibt offen, atmend, in Bewegung.
Ein Raum, der trägt
Eine besondere Qualität der Ausstellung liegt auch in der Präsentation. Die Werke sind in der Galerie so gesetzt, dass sie einzeln wirken können – was angesichts ihrer Intensität keine Selbstverständlichkeit ist. Jedes Bild behauptet sich für sich, ohne dem nächsten die Aufmerksamkeit zu nehmen. Gerade dadurch entsteht eine konzentrierte, fast meditative Atmosphäre.
Der Galerist Pascal Henry Robert nahm sich viel Zeit für Gespräche. Mit grosser Offenheit und spürbarer Begeisterung vermittelte er Hintergründe zu den Arbeiten, zur Künstlerin und zu den einzelnen Werken. Diese persönliche Vermittlung vertiefte den Zugang und machte den Abend zu einem echten Austausch – nicht nur über Kunst, sondern über Wahrnehmung, Emotion und Intuition.
Malerei als Erfahrung
Alchemy zeigt eindrücklich, dass abstrakte Malerei weit mehr sein kann als reine Form oder Farbe. Die Werke von Britt Boutros-Ghali laden dazu ein, sich einzulassen, genau hinzusehen und immer wieder neue Ebenen zu entdecken. Sie wirken nicht erklärend, sondern öffnend – und genau darin liegt ihre Stärke.
Eine Ausstellung, die man nicht einfach betrachtet, sondern erlebt.
Pascal Robert Gallery Britt Boutros-Ghali Alchemy Pascal Robert Gallery Britt Boutros-Ghali Alchemy Pascal Robert Gallery Britt Boutros-Ghali Alchemy Pascal Robert Gallery Britt Boutros-Ghali Alchemy Pascal Robert Gallery Britt Boutros-Ghali Alchemy Pascal Robert Gallery Britt Boutros-Ghali Alchemy Pascal Robert Gallery Britt Boutros-Ghali Alchemy Pascal Robert Gallery Britt Boutros-Ghali Alchemy Pascal Robert Gallery Britt Boutros-Ghali Alchemy Pascal Robert Gallery Britt Boutros-Ghali Alchemy
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
Die Vernissage zur Ausstellung von Stéphane Couturier in der Christophe Guye Galerie an der Dufourstrasse war ausserordentlich gut besucht. Bereits früh füllten sich die Räume, und schnell wurde spürbar, dass es sich um einen besonderen Abend handelte: konzentriert, neugierig, offen für Austausch. Die Gäste nahmen sich Zeit – für die Werke, für Gespräche und für unterschiedliche Lesarten dessen, was Fotografie heute sein kann.
Couturier war anwesend und suchte immer wieder das Gespräch. Viele Besucher:innen nutzten die Gelegenheit, direkt mit ihm über seine Arbeitsweise, über Architektur und über die komplexen Bildräume zu sprechen, die seine Arbeiten eröffnen. Auch Galerist Christophe Guye zeigte sich sichtlich bewegt von der durchgehend positiven Resonanz – die Vernissage war ohne Zweifel ein grosser Erfolg.
Architektur nicht abbilden, sondern neu denken
Die Ausstellung vereint zwei zentrale Werkgruppen aus Couturiers Schaffen. Im Mittelpunkt steht die Serie E1027+123, entstanden in der berühmten Villa E-1027 von Eileen Gray an der Côte d’Azur. Couturier interessiert sich dabei nicht für Architektur als Ikone oder historisches Dokument. Ihn fasziniert vielmehr das Zusammenspiel von Raum, Geschichte, Material und Perspektive.
In der Villa überlagern sich Grays radikal moderne Raumkonzepte mit späteren, lange kontrovers diskutierten Eingriffen von Le Corbusier. Genau diese Schichtung greift Couturier auf. Seine Fotografien entstehen aus mehreren Ansichten desselben Ortes, die digital miteinander verschoben, überlagert und verdichtet werden. Das Resultat sind Bildräume, die sich nicht sofort erschliessen: fragmentiert, rhythmisch, präzise komponiert – irgendwo zwischen fotografischer Genauigkeit und malerischer Abstraktion.
Man bleibt stehen, geht näher heran, tritt zurück. Die Bilder verlangen Aufmerksamkeit und belohnen sie mit immer neuen Details.
Fotografie wird körperlich
Ein besonderer Akzent der Ausstellung ist eine übergrosse Tapisserie-Arbeit, die Couturiers Bildsprache in ein textiles Medium übersetzt. Hier wird seine Arbeitsweise physisch erfahrbar: Flächen, Überlagerungen und Farbfelder erhalten eine neue Präsenz, fast eine eigene Körperlichkeit. Fotografie verlässt den klassischen Bildträger und öffnet sich in den Raum.
Dieser Schritt ist kein Experiment, sondern Teil einer konsequenten Entwicklung. Seit einigen Jahren verbindet Couturier Fotografie und Textil und erweitert sein Werk um zeitgenössische Tapisserien – ein Ansatz, der auch international grosse Beachtung findet.
Zürich als weiterer Bildraum
Ergänzt wird die Ausstellung durch neue Arbeiten zum Le Corbusier Pavillon in Zürich, die Couturier exklusiv für diese Präsentation realisiert hat. Auch hier interessiert ihn weniger das Gebäude als solches, sondern dessen innere Logik: Materialität, Rhythmus, Struktur. Durch Verdichtung und Überlagerung transformiert er den Pavillon in abstrakte Bildräume, die sich einer eindeutigen räumlichen Lesbarkeit entziehen und stattdessen eine intensive visuelle Erfahrung erzeugen.
Ein Abend voller Austausch
Was die Vernissage besonders machte, war die Atmosphäre: aufmerksam, lebendig, dialogisch. Die Arbeiten boten reichlich Gesprächsstoff, und immer wieder entwickelten sich Diskussionen über Architektur, Fotografie und Wahrnehmung. Man spürte deutlich, wie sehr Couturiers Werke Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen ansprechen – nicht erklärend, sondern fordernd und offen.
Die Ausstellung ist vom 29. Januar bis 21. März 2026 in der Christophe Guye Galerie in Zürich zu sehen. Ein Besuch lohnt sich – für alle, die Fotografie nicht als Abbild, sondern als Denk- und Erfahrungsraum erleben möchten.
Vernissage zur Ausstellung von Stéphane Couturier in der Christophe Guye GalerieVernissage zur Ausstellung von Stéphane Couturier in der Christophe Guye GalerieVernissage zur Ausstellung von Stéphane Couturier in der Christophe Guye GalerieVernissage zur Ausstellung von Stéphane Couturier in der Christophe Guye GalerieVernissage zur Ausstellung von Stéphane Couturier in der Christophe Guye GalerieRonald Wissler (Artcircle.ch) und Stéphane Couturier (Künstler) in der Christophe Guye GalerieVernissage zur Ausstellung von Stéphane Couturier in der Christophe Guye GalerieVernissage zur Ausstellung von Stéphane Couturier in der Christophe Guye GalerieVernissage zur Ausstellung von Stéphane Couturier in der Christophe Guye GalerieVernissage zur Ausstellung von Stéphane Couturier in der Christophe Guye GalerieVernissage zur Ausstellung von Stéphane Couturier in der Christophe Guye GalerieVernissage zur Ausstellung von Stéphane Couturier in der Christophe Guye Galerie
Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.