Kategorie: Galerien

  • William N. Copley in der Galerie Haas Zürich

    William N. Copley in der Galerie Haas Zürich

    Zwischen Surrealismus, Pop Art und Wildem Westen

    Die Galerie Haas Zürich zeigt derzeit Werke des amerikanischen Künstlers William N. Copley (1919–1996) – ein spannender Rückblick auf einen Maler, der zwischen Surrealismus und Pop Art eine ganz eigene, ironisch-ikonische Bildsprache entwickelte.

    Bei der Vernissage in der Rämistrasse versammelte sich am heutigen Abend ein interessiertes Publikum, das Copleys eigenwillige, humorvolle und erzählerische Kunst in all ihren Facetten erleben konnte. Die Galerie, bekannt für ihr hochwertiges Programm mit Positionen der klassischen Moderne und Nachkriegskunst, bot den idealen Rahmen für diese eindrückliche Begegnung.

    Copley, ein Autodidakt mit literarischer Neugier und Hang zum Visuellen, war sowohl Freund als auch Förderer der grossen Surrealisten. Nach Jahren in Paris kehrte er Anfang der 1960er-Jahre in die USA zurück – und fand dort zu jener unverwechselbaren Sprache aus kräftigen Farben, cartoonhaften Figuren und subtilem Witz, die ihn zu einem Bindeglied zwischen zwei Kunstwelten machte.

    Thematisch faszinierten ihn Mythen des amerikanischen Westens, inspiriert von den Balladen des Schriftstellers Robert W. Service, dessen Verse zuweilen wie Drehbücher für Copleys Bilder wirken. Zwischen Cowboy-Romantik und Gesellschaftssatire erzählt seine Malerei von Freiheit, Begehren und dem absurden Theater des Lebens.

    Eine sehenswerte Ausstellung – nicht nur für Kenner der amerikanischen Kunst, sondern für alle, die Lust auf kluge, humorvolle Bildgeschichten haben, die auch heute nichts von ihrer Frische verloren haben.

    Galerie Haas Zürich, Rämistrasse, Zürich


    galeriehaas.com

    Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.

  • United Art Zürich – Ein Festival der Vielfalt in der Joss Toledo Art Gallery

    United Art Zürich – Ein Festival der Vielfalt in der Joss Toledo Art Gallery

    Woche für Woche neue Künstler:innen, neue Energie, neue Perspektiven

    Mit dem United Art Zürich (UAZ) Herbstfestival geht in der Joss Toledo Art Gallery am Zürcher Römerhof ein Format in die fünfte Runde, das sich längst als lebendige Plattform für zeitgenössische Kunst etabliert hat. Vom 22. Oktober bis 20. Dezember 2025 verwandelt sich die Galerie in eine Bühne, die sich Woche für Woche neu erfindet – mit wechselnden Ausstellungen, frischen Perspektiven und immer neuen Begegnungen.

    Bei der Vernissage am 5. November zeigte sich einmal mehr, wie lebendig und vielseitig die Schweizer Kunstszene ist. 24 Künstlerinnen und Künstler – von etablierten Namen bis zu spannenden Newcomern – präsentieren ihre Werke, die von Malerei über Mixed Media bis zu Skulptur und Installation reichen. Das Publikum erwartete ein inspirierender Querschnitt durch aktuelle Strömungen, Themen und Ausdrucksformen – mal laut und farbintensiv, mal leise und poetisch.

    Das Konzept des Festivals setzt auf Dynamik und Offenheit: Jede Woche neue Werke, neue Künstler:innen, neue Energien. Ein Format, das Austausch fördert und das Publikum dazu einlädt, die Kunst immer wieder neu zu entdecken.

    Die Atmosphäre bei der Vernissage war entsprechend lebendig – viele Besucher:innen, intensive Gespräche, spürbare Neugier und die Freude am direkten Dialog mit den Kunstschaffenden.

    Wer Lust auf Entdeckungen hat, sollte das UAZ-Herbstfestival nicht verpassen – ein Kaleidoskop künstlerischer Positionen, das zeigt, wie facettenreich und überraschend Kunst in Zürich sein kann.

    @joss.toledoart.studio
    Joss Toledo Art Gallery, Asylstrasse 66, 8032 Zürich

    Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.


  • Ellen von Unwerth – Zwischen Inszenierung und Freiheit

    Ellen von Unwerth – Zwischen Inszenierung und Freiheit

    Eine Künstlerin, die den Blick verändert

    Mit der aktuellen Ausstellung in der Christophe Guye Galerie zeigt Zürich erstmals das Werk von Ellen von Unwerth, einer Fotografin, die seit den späten 1980er-Jahren die Grenzen zwischen Mode, Porträt und Kunstfotografie auf unverwechselbare Weise erweitert hat. Ihre Arbeiten sind geprägt von Witz, Sinnlichkeit und einer Haltung, die Frauen nicht abbildet, sondern inszeniert – als selbstbewusste Akteurinnen ihrer eigenen Geschichte.

    Von Unwerths Bildsprache spielt mit Rollen, Blicken und Gesten. Ihre Fotografien wirken wie filmische Szenen – spontan, lebendig und voller Erzählkraft. Dabei gelingt ihr etwas Seltenes: das Gleichgewicht zwischen Leichtigkeit und Tiefgang, zwischen Glamour und Selbstreflexion.

    Ein Abend voller Energie und Begeisterung

    Die Vernissage in der Galerie im Zürcher Seefeld war entsprechend gut besucht. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, um die international gefeierte Fotografin und ihr Werk aus nächster Nähe zu erleben. Die Stimmung war gelöst, neugierig, begeistert – ein spürbarer Ausdruck dafür, wie sehr Ellen von Unwerths Arbeiten berühren und inspirieren.

    Von ikonischen Prints bis zu exklusiven Polaroids

    Die Ausstellung zeigt zentrale Werkgruppen aus verschiedenen Schaffensphasen – von bekannten grossformatigen Prints bis hin zu einer grossen Anzahl bislang unveröffentlichter Vintage-Aufnahmen. Besonders faszinierend ist die Präsentation originaler Polaroids, die erstmals gezeigt werden. Sie offenbaren die Spontaneität und Intuition, mit der von Unwerth arbeitet – ungebändigt, direkt und voller Charme.

    Eine Hommage an Freiheit und Selbstbewusstsein

    Mit dieser ersten Einzelausstellung in der Schweiz würdigt die Christophe Guye Galerie eine Künstlerin, deren Einfluss weit über die Mode hinausreicht. Ellen von Unwerths Werk steht für ein befreites, humorvolles und zugleich ästhetisch präzises Verständnis von Weiblichkeit und Identität – und zeigt, dass künstlerische Freiheit vor allem eines ist: eine Haltung.

    christopheguye.com

    Vernissage

    Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.

  • Art Salon Zürich 2025 – Ein glanzvoller Auftakt in der Halle 622

    Art Salon Zürich 2025 – Ein glanzvoller Auftakt in der Halle 622

    Mit der heutigen VIP-Preview und Vernissage hat die Art Salon Zürich ihre Tore geöffnet – und gleich gezeigt, dass diese Kunstmesse in Zürich ein starkes Statement setzt. In der Halle 622 herrschte von Beginn an eine lebendige, aber angenehme Atmosphäre: konzentriert, offen und getragen von echter Begeisterung für Kunst.

    Obwohl die Halle kompakt ist, ist es den Veranstaltern gelungen, eine bemerkenswerte Vielfalt an Galerien unterzubringen. Vertreten waren renommierte Häuser aus der Schweiz, teilweise auch aus Deutschland, und das Niveau der präsentierten Werke war durchweg hochkarätig. Die Präsentation wirkte professionell und stimmig – sorgfältig kuratiert, ohne Überfrachtung, mit einem klaren Gespür für Qualität und Dialog.

    Zwischen Malerei, Skulptur, Fotografie und konzeptueller Kunst entstand ein spannender Rhythmus, der neugierig macht und Lust auf mehr weckt. Gespräche über Kunst statt Spektakel, Begegnungen auf Augenhöhe und eine Atmosphäre, die zeigt: Hier geht es um Inhalt, nicht um Inszenierung.

    Ein vielversprechender Auftakt für eine Messe, die Zürichs Kunstszene um eine feine, inspirierende Facette bereichert.

    artsalonzurich.com

    Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.

  • Städte, Lichter und stille Spiegel – Ausstellung in der Galerie Pascal Robert Zürich

    Städte, Lichter und stille Spiegel – Ausstellung in der Galerie Pascal Robert Zürich

    In der Galerie Pascal Robert im Zürcher Galerienviertel treffen derzeit zwei künstlerische Welten aufeinander – und verschmelzen in einer eindrucksvollen Ausstellung zu einem Dialog über Licht, Wahrnehmung und Zeit.

    Seit der Vernissage am 17. Oktober ist die Ausstellung „Villes et lumières du monde“ von Tahar Ben Jelloun zu sehen – dem international gefeierten Schriftsteller, Denker und Maler aus Fès. Seine Gemälde sind farbintensive Reflexionen über das urbane Leben: pulsierende Metropolen, schwebend zwischen Licht und Schatten, Erinnerung und Gegenwart. Mit leuchtenden, oft fast glühenden Farbschichten erkundet Ben Jelloun die Magie der Städte und das Licht als universelles Symbol von Hoffnung und Verbundenheit. Seine Bilder strahlen jene poetische Tiefe aus, die auch seine literarischen Werke prägt – eine Suche nach Humanität im Lärm der Welt.

    Ihm zur Seite steht der Schweizerisch-italienische Fotograf Claudio Koporossy, dessen Arbeiten das genaue Gegenteil zu inszenierter Lautstärke sind. Seine analogen Fotografien bannen die leisen Bewegungen der Natur, Spiegelungen auf Wasserflächen, Strukturen und Texturen, die man sonst kaum wahrnimmt. In ihrer meditativen Klarheit entfalten sie eine stille Intensität – wie visuelle Kompositionen, getragen von Zeit, Licht und Achtsamkeit.

    Gemeinsam eröffnen Ben Jelloun und Koporossy einen Spannungsraum zwischen urbaner Energie und kontemplativer Stille. Ihre Werke zeigen, wie unterschiedlich Licht wirken kann – als Träger von Emotion, Erinnerung und Präsenz.

    Die Ausstellung ist aktuell in der Galerie Pascal Robert Zürich zu sehen – ein stiller, aber eindringlicher Ort der Begegnung zweier künstlerischer Temperamente, vereint durch ein Thema, das nie an Strahlkraft verliert.

    pascalrobert.net

    Tahar Ben Jelloun

    Claudio Koporossy

    Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.

  • Ausstellung in der Python Gallery: Die Welt von Alex Demarmels

    Ausstellung in der Python Gallery: Die Welt von Alex Demarmels

    Wer die Ausstellung von Alex Demarmels in der Python Gallery Zürich besucht, betritt ein intensives Farbuniversum. Seine Malerei bewegt sich zwischen Abstraktion und Andeutung, zwischen Energie und Stille. Formen tauchen auf, lösen sich wieder, während sich das Auge in Schichten von Farbe verliert – leuchtend, vibrierend, fast fluoreszierend.

    Diese Bilder scheinen von innen heraus zu glühen. Sie ziehen den Blick in Tiefe und Bewegung, ohne ein festes Zentrum, aber mit magnetischer Präsenz. Die intensiven Farbtöne lassen ganze Räume in Resonanz treten, verwandeln Wände in Projektionsflächen für Emotion und Wahrnehmung.

    Bereits die Vernissage war gut besucht und zog ein kunstinteressiertes Publikum an, das sich sichtlich beeindruckt zeigte von der leuchtenden Kraft und der stillen Intensität der Werke. Zwischen Gesprächen und staunenden Blicken entstand eine Atmosphäre gespannter Aufmerksamkeit – jene Art von Energie, die gute Kunst im Raum entfacht.

    Demarmels komponiert nicht, er baut Spannungen. Seine Malerei sucht den Moment, in dem Farbe zum Gefühl wird – unmittelbar, roh, poetisch. Wer sich darauf einlässt, entdeckt in jedem Werk eine Art visuelle Musik: rhythmisch, frei und voller Nachhall.

    Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.

  • Vernissage: „Im Zwischenraum der Zeit“ von Constantin Roucault

    Vernissage: „Im Zwischenraum der Zeit“ von Constantin Roucault

    Zwischen Traum und Erinnerung entfalten sich in Constantin Roucaults Werken feine Übergänge, leise Spannungen und poetische Verschiebungen. Unter dem Titel „Im Zwischenraum der Zeit“ zeigt der Freiburger Künstler derzeit seine erste Einzelausstellung in Zürich – in der Joss Toledo Art Gallery, wo Malerei und Raum in einen subtilen Dialog treten.

    Die Vernissage am 8. Oktober 2025 zog zahlreiche Kunstliebhaber:innen an, die sich von Roucaults sensibler Bildsprache und der stillen Intensität seiner Arbeiten berühren liessen.

    Noch bis morgen Sonntag bietet sich die Gelegenheit, diese besondere Ausstellung zu erleben – ein leiser, nachhallender Blick in jene Zwischenräume, in denen Zeit und Erinnerung ineinanderfließen.

    Zum sehen bei Joss Toledo Art Gallery, Zürich

    Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.