Eine Künstlerin, die den Blick verändert
Mit der aktuellen Ausstellung in der Christophe Guye Galerie zeigt Zürich erstmals das Werk von Ellen von Unwerth, einer Fotografin, die seit den späten 1980er-Jahren die Grenzen zwischen Mode, Porträt und Kunstfotografie auf unverwechselbare Weise erweitert hat. Ihre Arbeiten sind geprägt von Witz, Sinnlichkeit und einer Haltung, die Frauen nicht abbildet, sondern inszeniert – als selbstbewusste Akteurinnen ihrer eigenen Geschichte.
Von Unwerths Bildsprache spielt mit Rollen, Blicken und Gesten. Ihre Fotografien wirken wie filmische Szenen – spontan, lebendig und voller Erzählkraft. Dabei gelingt ihr etwas Seltenes: das Gleichgewicht zwischen Leichtigkeit und Tiefgang, zwischen Glamour und Selbstreflexion.
Ein Abend voller Energie und Begeisterung
Die Vernissage in der Galerie im Zürcher Seefeld war entsprechend gut besucht. Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, um die international gefeierte Fotografin und ihr Werk aus nächster Nähe zu erleben. Die Stimmung war gelöst, neugierig, begeistert – ein spürbarer Ausdruck dafür, wie sehr Ellen von Unwerths Arbeiten berühren und inspirieren.
Von ikonischen Prints bis zu exklusiven Polaroids
Die Ausstellung zeigt zentrale Werkgruppen aus verschiedenen Schaffensphasen – von bekannten grossformatigen Prints bis hin zu einer grossen Anzahl bislang unveröffentlichter Vintage-Aufnahmen. Besonders faszinierend ist die Präsentation originaler Polaroids, die erstmals gezeigt werden. Sie offenbaren die Spontaneität und Intuition, mit der von Unwerth arbeitet – ungebändigt, direkt und voller Charme.
Eine Hommage an Freiheit und Selbstbewusstsein
Mit dieser ersten Einzelausstellung in der Schweiz würdigt die Christophe Guye Galerie eine Künstlerin, deren Einfluss weit über die Mode hinausreicht. Ellen von Unwerths Werk steht für ein befreites, humorvolles und zugleich ästhetisch präzises Verständnis von Weiblichkeit und Identität – und zeigt, dass künstlerische Freiheit vor allem eines ist: eine Haltung.


Die gezeigten Fotografien entstanden im Rahmen öffentlicher Veranstaltungen. Abgebildete Personen und Kunstwerke dienen ausschliesslich der redaktionellen Berichterstattung über das Ausstellungsgeschehen. Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen und Galerien.
