Danielle Creme ist eine britisch-israelische figurative Malerin mit Sitz in Zürich. In ihrer vorwiegend in Öl auf Leinwand ausgeführten Arbeit beschäftigt sie sich durch Porträtmalerei und die menschliche Figur mit Themen wie Identität, Migration, Erinnerung, Mutterschaft und kultureller Zugehörigkeit.
Zwischen Realismus und Abstraktion angesiedelt, verwenden ihre Gemälde vielschichtige Pinselarbeit, Tropfen, Auslöschungen und Fragmentierungen, um die emotionalen und psychologischen Dimensionen gelebter Erfahrung zu untersuchen. Anstatt sich allein auf Ähnlichkeit zu konzentrieren, versteht sie Porträtmalerei als einen Raum emotionaler Wahrheit — einen Ort, an dem Verletzlichkeit, Spannung, Widerstandskraft und Verbundenheit gleichzeitig existieren können.
Intuitiv zwischen Beobachtung und Abstraktion arbeitend, entwickelt Creme ihre Gemälde häufig durch mehrere Schichten von Malerei, Auslöschung und Rekonstruktion. Bereiche kontrollierten Realismus stehen neben gestischen Spuren, Tropfen und teilweise unaufgelösten Oberflächen, wodurch die Materialität der Farbe selbst Instabilität, Erinnerung und emotionale Spuren widerspiegeln kann. Diese Spannung zwischen Präzision und Auflösung bildet einen zentralen Bestandteil ihrer visuellen Sprache.
Ein grosser Teil ihrer jüngeren Arbeiten untersucht die Frage danach, wo und was Heimat ist. Durch wiederkehrende Motive, wechselnde Hintergründe und teilweise sich auflösende Figuren erforschen ihre Gemälde, wie Erinnerung, Beziehungen, kulturelles Erbe und Erfahrungen von Entwurzelung die persönliche Identität im Laufe der Zeit prägen.
Ein wiederkehrendes Symbol innerhalb der Serie Migration ist eine karierte Decke, die sie über viele Jahre hinweg durch verschiedene Länder und Zuhause begleitet hat. In den Gemälden wird sie zu einer Metapher für Kontinuität, Schutz und kulturelle Erinnerung — etwas, das physisch und emotional durch Bewegung und Veränderung mitgetragen wird.
Ihre aktuellen Arbeiten spiegeln ein fortlaufendes Interesse an Migration, kultureller Erinnerung und den vielfältigen Formen wider, in denen Identität durch Bewegung zwischen Orten, Sprachen, Beziehungen und Geschichten geprägt wird. Anstatt eindeutige Antworten zu geben, bewegen sich die Arbeiten in Räumen von Ambivalenz und Spannung — zwischen Sichtbarkeit und Verborgenheit, Nähe und Entfremdung, Verwurzelung und Bewegung.
Mit ihrer Malerei versucht sie Räume für Empathie und Reflexion zu schaffen und nutzt die Figur nicht nur als Motiv, sondern auch als Träger gemeinsamer emotionaler Erfahrung.














Ausgewählte Ausstellungen
- 2026 — Carrying Home, Einzelausstellung, Galerie 111, Zürich
- 2026 — Art International Zurich, Zürich
- 2024 — Art International Zurich, Zürich
- 2024 — Gruppenausstellung, Backstage Engelberg, Galerie Peter Kilchmann, Engelberg
- 2023 — Strength in Vulnerability, Einzelausstellung, Zürich
Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen.
