Guido Klumpe erschafft minimalistische Fotografien, die urbane Architektur in abstrakte, fast malerische Bildwelten verwandeln. Durch Reduktion, ungewohnte Perspektiven und eine bewusste Komposition hinterfragt er unsere gewohnte Wahrnehmung von Raum und Realität.
Seine starke Sehbehinderung prägt seinen künstlerischen Blick grundlegend: Für Klumpe liegt die Kraft der Fotografie nicht im Sehen selbst, sondern im gestaltenden Erfassen des Sichtbaren.
Seine Bildsprache befindet sich zwischen Abstraktion und Narration. Verdichtete Ansichten urbaner Architektur treffen auf Momentaufnahmen im Stil der Street Fotografie. Diese ungewöhnliche Kombination eröffnet neue Perspektiven auf das Urbane – fern von dokumentarischer Realität, nah an subjektiver Imagination. Es entstehen visuelle Konstrukte, die Fantasie und Vorstellungskraft der Betrachtenden anregen.
Mit präzisem Blick auf das Alltägliche entstehen Bilder inspiriert von Franco Fontana, Saul Leiter oder Piet Mondrian. Formen, Linien, Farben und Oberflächen entfalten eine eigene Wirkungskraft. Sein Werk ermöglicht einen neuen, poetischen Blick auf das Alltägliche – überraschend, humorvoll und voller visueller Spannung.
Guido Klumpe ist ein Fotokünstler mit einer ungewöhnlichen Perspektive – im wörtlichen wie im übertragenen Sinne. Von Geburt an auf dem linken Auge blind, verfügt er auf der rechten Seite über lediglich 25 % Sehvermögen. Seine Wahrnehmung ist zweidimensional, arm an Details, reich an Eigenart. Der Wunsch, Kunst und Fotografie zu studieren, scheiterte an bürokratischer Hürden – seine Sehbehinderung führte zur formalen Ablehnung.
Er schlug zunächst einen anderen beruflichen Weg als Diplom-Sozialarbeiter ein, doch seit 2017 hat er seine intensive fotografische Arbeit wieder aufgenommen und erstellt Fotoserien, die heute internationale Anerkennung finden.
Seine Fotografien wurden vielfach international ausgezeichnet, publiziert und in Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt und prämiert, unter Anderem auf der NordArt, der Photo Kiev Fair, der Artnow Galerie in Berlin, ImageNation Paris und New York, wie dem Xposure Festival in Dubai. Er gewinnt regelmäßig Preise, wie beim Minimalist Photography Awards, dem Fine Art Photo Awards oder dem Urban Photo Awards.
„Es ist nicht entscheidend, wieviel man sieht. Es ist entscheidend, wie man sieht – und das Gesehene zeigen kann.“
Ausstellungen 2026:
- Februar: Art Karlsruhe, vertreten durch „JustBEE-Galerie“
- 9. – 10. Mai: Doppelausstellung mit Ricus Aschemann im „Kunstraum Minimal» im Rahmen des Atelierspaziergangs der Region Hannover
- 14. – 17. Mai: „Photo Münsingen“, Münsingen, Schweiz
- 13.09. – 10.10.: „Gelenkter Zufall“, Doppelausstellung mit Anna Beller, Galerie im Stammelbach-Speicher, Hildesheim
- 21.10. – 02.11. „Architecture of the unseen“, Gruppenausstellung, Galeria Parter Palat, Bukarest, Rumänien










Bilder: Copyright © Guido Klumpe
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