Wo hört die Zeichnung auf und wo beginnt das digitale Bild?
Gigga Hug beginnt analog, mit Lust am physischen Prozess: der Pinsel auf der Fläche, die Linie, die aus der Hand fliesst, das Papier unter den Fingern, eine Fotografie voller Haut und Licht. Diese körperliche Lust ist der Ausgangspunkt, nicht Vorstufe, sondern eigener Genuss. Erst danach kommt das Digitale ins Spiel, als Fortsetzung des Sinnlichen mit anderen Mitteln. Ebenen werden auseinandergenommen, verschoben, neu gemischt, fast wie ein Spiel: Was passiert, wenn man das Bild zerlegt und anders wieder zusammensetzt? Aus diesem Dekonstruieren entstehen Bildqualitäten, die vorher nicht da waren. Texturen, Brüche, Übergänge, die weder die Hand noch der Bildschirm allein hervorbringen könnten.
Gigga Hug lebt und arbeitet in Bern. Sie ist Künstlerin, Museumspädagogin, Zeichnungslehrerin und Mutter zweier Kinder.













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