Jonas Fries (1992, DE) ist Bildhauer und Fotograf und lebt und arbeitet in Berlin und der Schweiz.
Seine Arbeit bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Naturprozessen und urbanem Raum und legt im ästhetischen Ausdruck einen besonderen Fokus auf Lichtphänomene und Zeitlichkeit.
Einige seiner Serien glasierter Keramiken verkörpern zugleich Beständigkeit und Fragilität. Sie enthalten filigrane Abgüsse von Organismen, Insekten und verschiedenen Pflanzen. Durch den Einsatz von Glasuren entstehen transluzente Umrisse im Porzellan, die an Fossilien prähistorischer Lebensformen erinnern und diese dauerhaft festhalten.
Er verbindet Bewahrung und Verlust. Den von ihm verwendeten alten Pflanzenarten als Relikte einer langen evolutionären Kontinuität stehen Organismen gegenüber, die durch urbane Eingriffe zerstört wurden. Durch ihre Konservierung wird das allmähliche Verschwinden sichtbar. Zugleich thematisiert seine Arbeit die weitreichenden Auswirkungen künstlichen Lichts auf Ökosysteme.
Neben spiegelnden Stahlkinetiken, die während seines Studiums am Institut HyperWerk (FHNW) in Basel sowie in der Klasse von Prof. Manfred Pernice an der Universität der Künste Berlin entstanden, entwickelt er derzeit monochrome Fotoskulpturen.
Auswahl der Ausstellungen:
Non Sight Galerie, Istanbul (2026); Nationalmuseum Slowenien – Metelkova, Ljubljana (2026); Spoiler Zone, Berlin (2026) International Art Fair,Zürich (2026); Basel Art Center, Basel (2026); Museum FLUXUS+, Potsdam (2025); Kunstraum Potsdamer Straße, Berlin (2025); Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Berlin (2025); Galerie OQBO, Berlin (2024); Franckesche Stiftungen, Halle Saale (2024); Telescope Galerie, Kyoto (2023); Burg Giebichenstein, Halle Saale (2022)
Auszeichnungen und Stipendien:
Deutschlandstipendium (2026) verliehen durch Universität der Künste, Berlin;
Förderpreis Junge Keramik, Dießen (Shortlist, 2026); Wolfram Beck Preis für Bildhauerei (Shortlist, 2026); Museum FLUXUS+ Wettbewerb, Potsdam (Preisträger, 2025); DAAD-Stipendium (2023) für einen Aufenthalt im Rahmen des SPACE ARITA Programms in Japan.











Bilder: Copyright © Jonas Fries
Alle Rechte an den gezeigten Werken liegen bei den jeweiligen Künstler:innen.

