Isabelle Stährfeldt ist eine deutsch-französische Bildhauerin mit Arbeitsort in Deutschland – in Nähe von Basel. Ihre skulpturale Arbeit seit 2015 bewegt sich im Spannungsfeld von Fragilität und Beständigkeit. Ausgehend von einem filigranen Drahtgerüst entstehen ihre Figuren Schicht für Schicht in Kaschiertechnik aus Papier, Beton und Mischmaterialien. Trotz ihrer tatsächlichen Leichtigkeit besitzen sie eine ruhige, fast metallische Präsenz. Diese bewusste Ambivalenz zwischen Material und Erscheinung prägt ihre Handschrift und ist ein zentrales Element ihrer künstlerischen Sprache.
Im Zentrum stehen reduzierte menschliche Figuren und Paare. Gesichter bleiben angedeutet oder fehlen ganz, um den Fokus auf Haltung, Bewegung und Beziehung zu lenken. Es geht nicht um individuelle Porträts, sondern um universelle Zustände – Verbundenheit, Vertrauen, Entwicklung und Kontinuität.
Ein Teil ihrer Arbeiten wird in Bronze überführt. Der Bronzeguss versteht sich dabei nicht als Veredelung, sondern als Übersetzung vom Fragilen ins Dauerhafte. Beide Materialzustände gehören gleichwertig zu ihrer künstlerischen Ausdrucksform.
Mit der Trilogie „Amor“ (2025) verdichtet sich dieses Thema exemplarisch: Nähe erscheint nicht als statischer Zustand, sondern als Choreografie von Körpern, die sich suchen, halten und gemeinsam weitergehen. Weitere Werkzyklen befinden sich in Entwicklung….
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