Begonnen habe ich mit Ölmalerei. Aber auf der Suche nach einem Medium, welches mir einen flächigeren Pinselduktus und eine souveränere Geste erlaubt, habe ich mir die alte Technik der Eitempera erarbeitet. Diese Malerei übt einen besonderen Reiz auf mich aus: Begonnen mit der Herstellung der Farben aus natürlichen Materialien (Eigelb, Leinöl und Wasser) und hochwertigen Pigmenten über die schnelle Verarbeitung der angerührten Farbe bis hin zum matten und samtigen Erscheinungsbild der getrockneten Farbschichten.
Der Aufbau meiner Bilder wiederum speist sich neben den kunstgeschichtlichen Vorbildern der Malerei in Frankreich und Deutschland aus dem ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert überraschender Weise auch aus der Textilindustrie. Als gelernter Textilfacharbeiter habe ich einige Jahre in einer Manufaktur gearbeitet, die mit alten Jacquardlochkarten auf alten Webstühlen prächtige Gobelins herstellte. Ich habe viele Stunden am Maschinenwebstuhl gearbeitet und dabei beobachtet, wie sich flächige, üppige Muster Schuss um Schuss bilden. Das konnte nicht spurlos an mir vorübergehen. Meine Bilder wirken oft auch wie aus farbigen Stoffen zusammengesetzt. Meine berufliche Tätigkeit als Leiterin des Museums Historische Schauweberei Braunsdorf ist konsequente Fortsetzung meiner gelernten Berufe. In diesem Zusammenhang studiere ich momentan B.A. für Kulturwissenschaften. Diese erfüllenden Tätigkeiten setzen neue Energie in mir frei, die wiederum in meine Bilder fließt.






Bilder: Copyright © Cornelia Zabinski
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